Er­mitt­ler prü­fen Spur in die au­to­no­me Sze­ne

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - SACHSEN -

DRES­DEN/BERLIN - Nach der mys­te­riö­sen Ex­plo­si­on in ei­nem leer­ste­hen­den Wohn­haus in der The­re­si­en­stra­ße in der Dresd­ner Neu­stadt (MOPO be­rich­te­te) prü­fen Er­mitt­ler jetzt ei­ne Spur zur au­to­no­men Sze­ne in Berlin! Bei dem An­schlag stürz­ten am Di­ens­tag ge­gen 11.40 Uhr meh­re­re Wän­de ein. Trüm­mer­tei­le be­schä­dig­ten par­ken­de Au­tos. Laut Nach­rich­ten­ma­ga­zin „Der Spie­gel“ist die Ber­li­ner CG-Grup­pe Ei­gen­tü­mer der Im­mo­bi­lie. In Dres­den plant die CG-Grup­pe für 85 Mil­lio­nen Eu­ro das Pro­jekt Kö­nigs­hö­fe (Pa­lais­platz/Neu­stadt). Am Post­platz sind be­reits zwei Re­si­denz-Pro­jek­te der CG in Bau. Au­ßer­dem be­fin­det sich das Quar­tier Hoym am Ne­u­markt (In­ves­ti­ti­ons­sum­me: 134 Mio. Eu­ro) in der Ge­neh­mi­gungs­pha­se.

In Berlin CG-Grup­pe und ih­re Part­ner be­reits mehr­fach Op­fer von An­schlä­gen, die au­to­no­men Zel­len zu­ge­ord­net wer­den. In Berlin will die CG in der Ri­ga­er Stra­ße bau­en, in der Au­to­no­me ein Haus be­setzt hal­ten.

CG-Chef Chris­toph Grö­ner (47) be­stä­tig­te vor ei­ni­gen Wo­chen ge­gen­über der Mor­gen­post, dass er per­sön­lich in Berlin von schwarz ver­mumm­ten „Halb­star­ken“be­droht wor­den sei. Er ha­be sich je­doch nicht ein­schüch­tern las­sen und konn­te die An­grei­fer in die Flucht schla­gen. Grö­ner pla­ne wei­ter Wohn­pro­jek­te in Dres­den, Leip­zig und Berlin.

Spreng­stoff­ex­per­ten des Lan­des­kri­mi­nal­am­tes Sach­sen hat­ten den Spreng­satz un­ter­sucht, der in der Neu­stadt ex­plo­diert war. Sie ge­hen da­von aus, dass die La­dung aus den In­halts­stof­fen so­ge­nann­ter Po­len­böl­ler ge­baut und of­fen­bar per Funk ge­zün­det wur-

de. Die Be­am­ten stu­fen den Vor­fall als be­sorg­nis­er­re­gend ein, da man ei­ne der­ar­ti­ge Spreng­kraft bei ver­gleich­ba­ren Fäl­len noch nicht ge­se­hen ha­be. blü/dbr

Der Im­mo­bi­li­en-Kö­nig wur­de schon in Berlin von Halb­star­ken be­droht: Chris­toph Grö­ner (47), Vor­stands­vor­sit­zen­der der CG-Grup­pe, will Si­cher­heits­vor­keh­run­gen ver­stär­ken. Chris­to­phCh Grö­ner im Dis­kurs mit Ak­ti­vis­tenAk­ti in Berlin: Die An­woh­ner kämp­fen­kämp­fe ge­gen ein CG-Pro­jekt in der teil­wei­se­teil­wei be­setz­ten Ri­ga­er Stra­ße im Stadt­teil Fried­richs­hain. Auch das ist ein Pro­jekt der CG-Grup­pe: Die al­te Ober­post­di­rek­ti­on am Dresd­ner Post­platz wird zur „Re­si­denz am Post­platz“um­ge­wan­delt.

Spe­zia­lis­ten vom LKA si­chern das Spreng­stof­fHaus: Am ver­gan­ge­nen Di­ens­tag ex­plo­dier­te die Spreng­la­dung in der Dresd­ner The­re­si­en­stra­ße. Im Ju­ni 2016 wur­den fünf Fahr­zeu­ge der Im­mo­bi­li­en­grup­pe vor dem Leip­zi­ger CG-Fir­men­sitz an­ge­zün­det: Trans­por­ter, Mer­ce­des, Golf und Au­di gin­gen in Flam­men auf. Das et­wa 200 Jah­re al­te Fach­werk­haus flog ges­tern früh in die Luft. Ein Bag­ger muss­te noch im Ta­ges­ver­lauf das Ge­bäu­de ab­rei­ßen. Über­bleib­sel der Ex­plo­si­on: Zie­gel­stei­ne lie­gen ver­teilt um den Rol­la­tor der be­tag­ten Be­woh­ne­rin.

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