Axel will sich aus dem Schat­ten pos­ten!

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - FUSSBALL -

DRES­DEN - Die­ser Sport ist nichts für Weich­ei­er. Kopf­über saust Axel Jungk mit 120 km/h und mehr auf sei­nem Ske­le­ton den Eis­ka­nal run­ter. Der Vi­ze-Welt­meis­ter be­treibt zwar ei­ne coo­le Speed-Dis­zi­plin mit Po­ten­zi­al zum Trend­sport, trotz­dem kommt sie nicht aus der Ni­sche. Kaum ei­ner nimmt No­tiz. Sponsoren sind Man­gel­wa­re. Jetzt ver­sucht sich der 26-Jäh­ri­ge in der Olym­pia­sai­son aus dem Schat­ten­da­sein raus­zu­kämp­fen!

„Wenn ich bei Sponsoren an­ge­fragt ha­be, ob sie mich un­ter­stüt­zen, in­ter­es­siert sie nicht, wel­che sport­li­chens Er­fol­ge ich ha­be““, so der ge­bür­ti­ge Zscho opau­es­ler, der jetzt in Dre den lebt. „Sie wo len le­dig­lich wis­sen, - wie vie­le Men­schen mir bei Ins­ta­gram, Face­book & Co. fol­gen. Nur das zählt.“Jetzt t könn­te Jung gk te frus­trier­t­ins Korn die weF li­n­er­fen, statt­des­sen vers sucht er sei­ne „Schwach hstel­le aus­belss zu­mer­zen“. Geht es doch zur­zeit nicht dar­um, als er­folg­rei­cher Sport­ler sein Ge­sicht für ein Pro­dukt „her­zu­ge­ben“, viel­mehr soll das Pro­dukt über den Ath­le­ten an des­sen Fans ge­bracht wer­den - mög­lichst un­auf­fäl­lig.

„Frü­her ha­ben Sponsoren ge­fragt: ‚Wie oft ist der Sport­ler im Fern­se­hen?‘ Das ist zwar auch heut­zu­ta­ge in­ter­es­sant, aber durch die Viel­zahl neu­er Me­di­en wie Ins­ta­gram ist es sehr wich­tig ge­wor­den, vie­le Fans zu ha­ben“, so Jung­ks Ma­na­ger Bern­hard Bock. Für sei­nen Schütz­ling heißt dies: „Ich ha­be die­sen Som­mer Gas ge­ge­ben, um mehr Fol­lo­wer zu be­kom­men.“In den ers­ten Wo­chen konn­te er die Zahl auf 2 500 ver­dop­peln. „Mein Ziel sind 20 000 Fans, ak­tu­ell wä­re ich über 10 000 hap­py“, so der Sach­se. In ers­ter Li­nie ver­sucht der Ske­le­to­ni über lus­ti­ge Vi­de­os, Bil­der von har­ten Trai­nings­ein­hei­ten oder pri­va­te Schnapp­schüs­se - zum Bei­spiel mit sei­ner Freun­din Mi­chel­le Uh­rig - sich in­ter­es­san­ter zu ma­chen. „Ich ha­be mich jetzt auch ge­wagt, ein paar frei­zü­gi­ge­re Bil­der von mei­nem Ober­kör­per zu pos­ten, weil so was meis­tens ganz gut beim an­de­ren Ge­schlecht an­kommt“, ge­steht Axel au­gen­zwin­kernd. Zu­dem ver­sucht er mit klei­ne­ren Fir­men zu ko­ope­rie­ren. Ak­tu­ell pos­tet er Bil­der mit Ba­se­caps ei­nes klei­nen Mo­de­la­bel­sMo­de­la­bels aus dem Erz­ge­bir­ge oder von ein­ner Holz­ker­nein-Uhr. „Ich den­ke, dass da­durch bei­de pro­fi­tie­ren. Die Fir­me­en, weil ich ih­re Pro­duk­te bek­kann­ter ma­che. Ich, weil Bei­trä­ge dig ie Fir­men­tei­len und mei­ne ich so hof­fent­lich mehr Fol­lo­wer be­kom­me“, so Jungk. Was die MMü­hen weert sind, zeiggt sich bes­ten­n­falls im kom­mend­den Frühl jahr. Da wilF­rühl er nicht nur aus dem süd­ko­rea­ni­schen Pyeong­chang ei­ne Olym­pia­Me­dail­le da­heim ha­ben, son­dern auch „bes­se­re Spon­so­ren­ver­trä­ge“. En­ri­co Lu­cke

Ein pri­va­ter Post als Schnapp­schuss. Axel Jungk küsst sei­ne Freun­din Mi­chel­le. Das ist schon cool. Wer kann schon mit ei­nem ein­ar­mi­gen Hand­stand vorm Dresd­ner Zwin­ger ein Ba­se­cap prä­sen­tie­ren? Die Fans sind dank Axels Bei­trä­gen auch im­mer auf dem Lau­fen­den,was er im Trai­ning macht. Die Dresd­ner Stadt­sil­hou­et­te setzt die Uhr aus Sicht von Axel er­strich­tig in Sze­ne. und Krea­ti­ve Ide­en, ein Rech­ner, ein Han­dy zum Fil­men und Fo­to­gra­fie­ren - mehr braucht Axel Jungk ei­gent­lich nicht für sei­nen Kampf um Fol­lo­wer. Als Bun­des­po­li­zist kann Axel Jungk sor­gen­frei sei­nem Job als Ske­le­to­ni nach­ge­hen.

MOR­GEN­POST AM SONN­TAG, 13.8.2017

Das Ins­ta­gramPro­fil von Axel Jungk soll ab­wechs­lungs­reich und span­nend sein. Da­mit hofft der Vi­ze-Welt­meis­ter auf mehr Fans bes­se­re Spon­so­ren­Ver­trä­ge.

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