Ex-Ge­ne­ral­staats­an­wäl­tin flieht nach Ko­lum­bi­en

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - POLITIK -

Lui­sa Or­te­ga (59) war selbst lan­ge Zeit auf Par­tei­li­nie im so­zia­lis­ti­schen Ve­ne­zue­la. Die nach ei­nem wo­chen­lan­gen Macht­kampf mit Prä­si­dent Ni­colás Ma­du­ro (54) ab­ge­setz­te Ge­ne­ral­staats­an­wäl­tin ist nun trotz ei­nes Aus­rei­se­ver­bots nach Ko­lum­bi­en ge­flo­hen.

Ge­mein­sam mit ih­rem Ehe­mann, dem Abgeordneten Ger­mán Fer­rer, lan­de­te sie in Bo­go­tá, be­stä­tig­te Ko­lum­bi­ens Ein­wan­de­rungs­be­hör­de. Or­te­ga wirft Ma­du­ro vor, Ve­ne­zue­la zu ei­ner Dik­ta­tur um­zu­bau­en. Der Staats­chef hin­ge­gen sieht in der re­bel­li­schen Staats­an­wäl­tin ei­ne Ver­rä­te­rin. Die Ver­fas­sungs­ver­samm­lung er­klär­te sie zur „Staats­fein­din Num­mer eins“, fror Kon­ten ein und verbot ihr, das Land zu ver­las­sen.

Dar­über hat sich Or­te­ga hin­weg­ge­setzt und droht nun Ma­du­ro aus der Fer­ne, mit ih­rem Wis­sen über sei­ne Schmier­geld-Af­fä­ren aus­zu­pa­cken: „Wir ver­fü­gen über al­le De­tails.“

Die ge­schass­te Ge­ne­ral­staats­an­wäl­tin Ve­ne­zue­las, Lui­sa Or­te­ga (59), ist auf der Flucht.

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