Aus­lands­ein­sät­ze kos­te­ten 21 Mil­li­ar­den Eu­ro

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - POLITIK/WELT -

BER­LIN - Die Aus­lands­ein­sät­ze der Bun­des­wehr ha­ben nach An­ga­ben des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums seit 1992 knapp 21 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­kos­tet. Seit 1991 wa­ren dem­nach rund 410 000 Sol­da­ten in 52 in­ter­na­tio­na­len Ein­sät­zen. Das geht aus ei­ner Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf ei­ne An­fra­ge der Lin­ke-Frak­ti­on her­vor. In die­sem Zei­t­raum sind 108 Sol­da­ten ums Le­ben ge­kom­men.

Lin­ke-Frak­ti­ons­vi­ze Sa­bi­ne Zim­mer­mann (56): „Die Aus­lands­ein­sät­ze der Bun­des­wehr kos­ten nicht nur ein Ver­mö­gen, vie­le Sol­da­ten ha­ben sie mit ih­rem Le­ben be­zahlt. Dies ist be­son­ders bit­ter, da im Re­gel­fall durch mi­li­tä­ri­sche Ein­sät­ze kein Kon­flikt ge­löst wird.“Die Bun­des­wehr müs­se wie­der auf ihr Grün­dungs­ziel ei­ner Ver­tei­di­gungs­ar­mee zu­rück­ge­führt und aus al­len Aus­lands­ein­sät­zen zu­rück­ge­zo­gen wer­den.

Zwei Bun­des­wehr-Sol­da­ten im Ma­li-Ein­satz im Rah­men der UN-Mis­si­on MINUSMA.

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