Be­un­ru­hi­gung über „Wut und Hass“im Os­ten

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - POLITIK -

BER­LIN - Der Prä­si­dent der Bun­des­zen­tra­le für po­li­ti­sche Bil­dung, Tho­mas Krü­ger (58, SPD), ist be­sorgt über die hit­zi­ge Stim­mung vor al­lem in Ost­deutsch­land: „Die­se Wut und der Hass, der die­ser Ta­ge auf der Stra­ße zu be­ob­ach­ten ist, be­un­ru­higt mich schon sehr. Wir kön­nen nur hof­fen, dass wir am Wahl­tag nicht un­ser blau­es Wun­der er­le­ben“, sag­te der frü­he­re Bür­ger­recht­ler mit Blick auf das Er­star­ken der rechts­po­pu­lis­ti­schen AfD in den Um­fra­gen. „Ich deu­te das als Aus­druck von De­mü­ti­gung und Ohn­macht.“Vie­le Men­schen aus der DDR hät­ten den tie­fen Bruch 1989/90 und in den Fol­ge­jah­ren bis heu­te nicht ver­kraf­tet. Und es sei­en neue Ris­se in der Ge­sell­schaft ent­stan­den. „Die Er­fah­rung von Ge­mein­schaft wird im­mer we­ni­ger ge­macht, ob­wohl sich die Men­schen da­nach seh­nen. Das löst Ängs­te und Wut aus.“

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