Til­lich rückt CDU nach rechts

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - VORDERSEITE -

DRESDEN - Der Wahl­schock hallt in der Uni­on nach: Ost­deut­sche Top-Po­li­ti­ker for­dern nun ein kon­ser­va­ti­ve­res Pro­fil, um der AfD Pa­ro­li bie­ten zu kön­nen. In der Uni­on hält der Druck auf Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (63, CDU) an, nach dem Wahl­de­ba­kel und dem Er­star­ken der AfD den Kurs der Par­tei nach rechts zu ver­rü­cken. Der säch­si­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent Sta­nislaw Til­lich (58, CDU) for­der­te ei­ne schär­fe­re Asyl- und Ein­wan­de­rungs­po­li­tik. „Wir ha­ben Platz ge­las­sen rechts von der Mit­te. Vie­le un­se­rer An­hän­ger ha­ben uns nicht mehr für wähl­bar ge­hal­ten“, sag­te Til­lich der Fun­ke-Me­di­en­grup­pe. In Sach­sen wur­de die AfD bei der Bun­des­tags­wahl mit fast 30 Pro­zent stärks­te Kraft.

Til­lich be­ton­te, Mer­kels Flücht­lings­po­li­tik sei für das star­ke Ab­schnei­den der AfD mit­ver­ant­wort­lich. Die Uni­on müs­se wie­der Recht und Ord­nung durch­set­zen. „Die Leu­te wol­len, dass Deutsch­land Deutsch­land bleibt. Sie wol­len kei­ne Par­al­lel-Ge­sell­schaf­ten und kei­nen An­stieg der Kri­mi­na­li­tät. Sie wol­len nicht, dass re­li­giö­se oder po­li­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen un­ter Flücht­lin­gen hier aus­ge­tra­gen wer­den.“

Sach­sen-An­halts Mi­nis­ter­prä­si­dent Rei­ner Ha­seloff (63, CDU) sag­te der „Welt“, Deutsch­land kön­ne nicht un­be­grenzt Flücht­lin­ge in­te­grie­ren. FDP und Grü­ne müss­ten in dem an­ge­streb­ten Ja­mai­ka-Re­gie­rungs­bünd­nis des­halb ei­ne „In­te­gra­ti­ons­gren­ze“ak­zep­tie­ren.

Steht nach dem Wah­l­er­folg der AfD un­ter Druck: Sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Til­lich (58, CDU).

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