Sach­sens Na­men

Wo­her sie kom­men, was sie uns ver­ra­ten

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - VORDERSEITE -

Lan­ge war­ren Fa­miei­ne li­en­na­men Do­mä­ne der Ita­lie­ner und Fran­zo­sen. Ab dem 12. Jahr­hun­dert­rhun­dert ka­men sie auch hier­zu­sen lan­de in Mo­de. 13501 sen taucht erst­malsin Sacchnei Fa­mi­li­en­na­me auf: ein Ni­clas Sturm im Ur­kun­den­buch von Zwi­ckau - der Na­mens­her­kunft nach einn Mann, der leichht in Zorn aus­brach

Der Zweit­na­me erei ober­te über zweerei Jah­reg hun­der­te hin­we­gJah­reg lang­sam vom Rhein­land aus den Os­te en. Bis da­hin wa­ren ger­ma­ni­sche Ruf fna­men mit meist zwei Ele­men­ten üb­lich. Bei­spiel: Sieg­fried. Zu­erst gab sich dann der Adel Bei­na­men, um mit sei­nem Be­sitz zu prot­zen. Bei­spiel: Fried­rich vom Lö­wen­stein. Mit der Chris­tia­ni­sie­rung wur­den alt­deut­sche Na­men durch bi­nes bli­sche ver­drängt.. Plötz­lich woll­ten al­le Jo­han(üb­ri­gens der häu­figs­te Na­me im Mit­tel­al­te er) oder Ma­ria hei­ßen.

Doch als im Mit­te el­al­he ter ers­te schrift­lich Bür­ger­ver­zeich­nis­se- ge­führt wur­den n, brauch­te es zur Un- Uner ter­schei­dung der vie­len Jo­han­ness­se s und nen Ma­ria­sei­amenss­zu­satz.N Als Vor­läu­fer ufer de­er­de Fa­mi­li­en­na­en Fa­mi­li­en­na­scher. men ka­me Orts- oder We­sensb be­zeichnun­auf. gen a Bei­spie­ohan­nes le: Jo vom St­ein nbach, Friedh rich Au­gust der Ge ere­ch­te. Spä­terS wur­de h hier­zu­lan­de gerng die Be­rufs­be­zeich­nung an den Vor­na­men an­ge­hängt. Bei­spiel: Jo­hann Flei­auf­ka­men, Seit­dem 1875 die Stan­des­äm­ter auf­ka­men sind Fa­mi­li­en­na­men ver­erb­bar­ver­ge­wor­den. Das hieß aber, dass Flei­scher ju­ni­or längst nicht mehr wie sein Va­ter Flei­scher sein muss­te.

„In Sach­sen sind vie­le Na­men sla­wi­schen Ur­sprungs“, weiß Ga­b­rie­le Ro­d­ri­guez (54) von der Na­men­be­ra­tungs­stel­le an der Uni Leip­zig. „Sie sind zu­dem stark von Zisch­lau­ten ge­prägt.“Bei­spiel: Zschischang. Der Grund: Im Sla­wi­schen gibt es vier ver­schie­de­ne Zisch­lau­te, im Deut­schen nur „sch“und „ch“. Die Na­men en­den auch oft auf -itz (Bei­spie­le: Wel­nitzsch, Schwa­nitz) und sind mund­art­lich an­ge­passt: Aus Hinz und Kunz wur­de in Sach­sen Hint(z)sche und Kunt(z)sche.

Na­mens­for­sche­rin Ga­b­rie­le Ro­d­ri­guez (54).

Flei­scher, Mül­ler, Schmied und Schnei­der: Deut­sche Fa­mi­li­en­na­men spie­geln zu­meist die Be­ru­fe ih­rer Trä­ger wi­der.

Das ers­te Buch der Vor­na­men war die Bi­bel: Ma­ria ist der be­liebs­tes­te Mäd­chen­na­me nach der Chris­tia­ni­sie­rung.

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