Rie­sen-Graf­fi­to wirkt wie ein Tat­too

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - SACHSEN -

ZWI­CKAU - Las­ziv rä­kelt sich Ma­ri­lyn Mon­roe, wäh­rend Jack Ni­chol­son ge­nüss­lich ei­ne Rauch­wol­ke formt: Der nam­haf­te Künst­ler „Tas­so“ali­as Jens Mül­ler (51) ver­ewig­te die zeit­lo­sen Iko­nen in ei­nem Graf­fi­to, das ges­tern in Zwi­ckau ein­ge­weiht wur­de.

Vier Bil­der zau­ber­te der Stree­tart-Künst­ler in­ner­halb von fünf Wo­chen auf 130 Qua­drat­me­ter tris­te Mau­er ei­nes Park­plat­zes. Auf­trag­ge­ber war der Zwi­ckau­er Tä­to­wie­rer Ran­dy En­gel­hard, be­kannt aus der TV-Show „Hor­ror-Tat­toos“auf Si­xx. Das Graf­fi­to trägt sei­ne Hand­schrift. Tas­so: „Die Äs­t­he­tik er­in­nert stark an Tat­toos. Es wirkt sehr über­la­den und ist ganz an­ders als ty­pi­sche Graf­fi­ti“. Ein ech­ter Hin­gu­cker!

Doch fast wä­re das Kunst­werk, in Sicht­ach­se zum Zwi­ckau­er Dom, nicht ent­stan­den. Die Stadt hat­te die Gestal­tung un­ter­sagt.

„Wir wol­len kei­nen Krieg mit der Stadt“, sagt der Künst­ler. Um­so mehr freut er sich über den ge­fun­de­nen Kom­pro­miss: Lo­gos wur­den ent­fernt und das Stadt­wap­pen in­te­griert.

Und wenn es nach Ran­dy En­gel­hard geht, bleibt es nicht da­bei. In Zu­sam­men­ar­beit mit der Stadt wür­de er gern wei­te­re Ecken der Stadt ver­schö­nern. En­gel­hard: „Wenn wir jun­ge Leu­te in der Stadt hal­ten wol­len, muss sie at­trak­ti­ver wer­den.“

Sind stolz auf ihr Kunst­werk: Stree­tart-Künst­ler „Tas­so“ali­as Jens Mül­ler (l.) und Star-Tä­to­wie­rer Ran­dy En­gel­hard.

Da stau­nen die Zwi­ckau­er nicht schlecht. Das Graf­fi­to im Tat­too-Stil fei­er­te ges­tern Ver­nis­sa­ge.

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