Ein Quer­ein­stei­ger, der auch mal an­eckt

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - POLITIK -

Burk­hard Jung be­gann sei­ne be­ruf­li­che Lauf­bahn als Leh­rer für Deutsch und evan­ge­li­sche Re­li­gi­on. 1991 kam er nach Leip­zig, wur­de 1999 Bei­ge­ord­ne­ter für Ju­gend, Schu­le und Sport. 2006 lös­te er Wolf­gang Tie­fen­see (62, eben­falls SPD) als Rat­haus-Chef der größ­ten säch­si­schen Stadt ab.

Jung legt Wert dar­auf, dass hin­ter sei­ner „Abrech­nung“kei­ne in­ner­par­tei­li­chen Am­bi­tio­nen ste­cken, er sich al­so nicht in­ner­halb der Sach­sen-SPD pro­fi­lie­ren will. Trotz­dem: In ei­ner Par­tei, die bei den Bun­des­tags­wahl am 24. Sep­tem­ber ge­ra­de mal 10,5 Pro­zent der Zweit­stim­men hol­te, hat die Stim­me des Leip­zi­ger Ober­bür­ger­meis­ters na­tür­lich Ge­wicht.

Im Sep­tem­ber schon hat­te Jung nach der Ver­ge­wal­ti­gung ei­ner Jog­ge­rin Kri­tik an In­nen­mi­nis­ter Mar­kus Ul­big (53, CDU) ge­übt. Die Lan­des­re­gie­rung, so der Vor­wurf, las­se die Stadt mit ih­ren Si­cher­heits­pro­ble­men al­lein. Dar­auf­hin war es in Dres­den zu ei­nem Vier-Au­gen-Ge­spräch ge­kom­men.

Bei Face­book fand Jungs Bei­trag üb­ri­gens ein ge­teil­tes Echo. An­de­re Me­di­en - dar­un­ter auch west­deut­sche - druck­ten den Text eben­falls ab.

Seit ver­gan­ge­nem Jahr ist Jung in zwei­ter Ehe mit Ay­lee­na (37) ver­hei­ra­tet.

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