Te­ars For Fe­ars woll­ten kei­ne Pop­stars wer­den

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - POP - Phi­lip Deth­lefs

Mit „Mad World“und „Shout“schrie­ben Te­ars For Fe­ars Welt­hits, wa­ren mo­di­sches Vor­bild für trau­ri­ge, schwarz­ge­klei­de­te Te­enager. Auf sei­nem Grea­test-Hits-Al­bum lässt das Duo gro­ße Er­fol­ge Re­vue pas­sie­ren.

Ei­nes mö­gen Curt Smith und Ro­land Orz­a­bal gar nicht - wenn man Te­ars For Fe­ars als 80er-Jah­re-Band be­zeich­net. „Das nervt de­fi­ni­tiv“, sagt Smith. „Es ist ja nicht so, dass wir in an­de­ren Jahr­zehn­ten nicht ge­ar­bei­tet ha­ben.“Ih­re größ­ten Hits hat­te die bri­ti­sche Band aber in den 80ern. Pop­klas­si­ker wie „Pa­le Shel­ter“oder „Ever­y­bo­dy Wants To Ru­le The World“rei­hen sich auf ih­rer neu­en CD „Ru­le The World“an­ein­an­der. 35 Jah­re Band­ge­schich­te sind dar­auf zu hö­ren.

Ei­gent­lich woll­ten Orz­a­bal und Smith, in­zwi­schen bei­de 56 Jah­re alt, nie­mals Pop­stars wer­den. Orz­a­bal: „Wir ha­ben uns nie so ge­se­hen. Wir dach­ten, un­se­re Mu­sik wä­re sehr viel tief­grün­di­ger.“

Nach dem drit­ten Al­bum „The Seeds Of Lo­ve“gin­gen sie ab 1991 ge­trenn­te We­ge, spra­chen über zehn Jah­re nicht mehr mit­ein­an­der. Mitt­ler­wei­le sind sie wie­der re­gel­mä­ßig auf Tour, lo­cken auch ein jün­ge­res Pu­bli­kum an. Im Som­mer 2018 soll das sieb­te Stu­dio­al­bum er­schei­nen. Vor­her sind Te­ars For Fe­ars in Groß­bri­tan­ni­en auf Tour­nee. Bald auch in Deutsch­land? „Hof­fent­lich“, sa­gen bei­de.

Te­ars for Fe­ars ha­ben ih­re Kri­sen über­wun­den: Heu­te sind Ro­land Orz­a­bal (56, l.) und Curt Smith (56) ent­spann­ter denn je.

1983 kam mit „Mad World“der gro­ße Pop­star-Ruhm.

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