Tay­lor Swift po­liert ihr Image g auf

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - POP -

Ist der Ruf erst rui­niert... wirft man ein­fach ein neu­es Al­bum auf den Markt. An der seit Jah­ren lau­fen­den Feh­de mit Kanye West hat­te die al­te Tay­lor Swift of­fen­bar noch zu knap­sen. „Re­pu­ta­ti­on“soll nun zei­gen, dass die neue Tay­lor Swift ei­ne ganz an­de­re ist.

Den ur­al­ten Stress mit Kanye West kann sie nicht ru­hen las­sen. „Ich mag dei­ne Spiel­chen nicht“, singt Tay­lor Swift. „Die Rol­le des Trot­tels, die du mich hast spie­len las­sen.“Der Ti­tel „Look What You Ma­de Me Do“auf ih­rem neu­en Al­bum „Re­pu­ta­ti­on“ist ei­ne Abrech­nung an die Adres­se des Rap­pers. Und ih­re „Re­pu­ta­ti­on“, al­so ih­ren Ruf, scheint sie nun et­was ge­ra­de­rü­cken zu wol­len.

Kur­zer Rückblick: West hat­te Swift in sei­nem Track „Fa­mous“als „Schlam­pe“be­zeich­net und er­klärt, dass sie ih­ren Ruhm ja nur ihm ver­dan­ke. Im da­zu­ge­hö­ri­gen Vi­deo war ei­ne Swift-Gestalt nackt im Bett ne­ben West zu se­hen. Als Wests Frau Kim Kar­da­shi­an im Ju­li 2016 dann auch noch den Mit­schnitt ei­nes Te­le­fo­nats ver­öf­fent­lich­te, in dem Swift den Ti­tel gut­zu­hei­ßen schien, war sie bloß­ge­stellt. Swift sprach an­schlie­ßend von „Ruf­mord“.

Was genau die Hin­ter­grün­de des Te­le­fo­nats auch ge­we­sen sein mö­gen - die pop­pi­ge Blon­di­ne aus Penn­syl­va­nia wird das Han­dy künf­tig wohl lie­ber links lie­gen las­sen, wenn Kanye klin­gelt. „Es tut mir leid, die al­te Tay­lor kann jetzt ge­ra­de nicht ans Te­le­fon kom­men“, singt sie. In dem 15 Songs zäh­len­den, meist kraft­vol­len und tanz­ba­ren Al­bum will Swift sich neu er­fun­den ha­ben.

Sie hat sich Ver­stär­kung ge­holt, von den Pro­du­zen­ten Max Mar­tin und Jack An­to­n­off so­wie ih­ren Kol­le­gen Ed Shee­ran und Fu­ture, die bei „End Ga­me“mit­sin­gen. Die Songs sind da­durch kraft­vol­ler ge­wor­den, mit viel Sprech­ge­sang und Dan­ceBeats. Stim­me und Tex­te aber klin­gen un­ver­wech­sel­bar nach Swift. „Sie sa­gen, ich hät­te et­was Schlim­mes ge­tan - aber war­um fühlt es sich dann so gut an?“, singt Swift. „So viel Spaß hat­te ich noch nie.“

Chris­ti­na Hors­ten/ Jo­han­nes Sch­mitt-Teg­ge

Auf ih­rem Al­bum „Re­pu­ta­ti­on“singt Tay­lor Swift (27) auch über ih­re Ver­rucht­heit, Be­zie­hun­gen, Freund­schaft und Män­ner.

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