Ko­ali­ti­on der Geis­ter­fah­rer

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - KOMMENTAR - Von Fried­rich Schwarz

Das

Dra­ma um den Maa­ßen-De­al geht in die nächs­te Run­de - und kei­ner weiß, ob die Sa­che dann aus­ge­stan­den sein wird. Die Gro­ße Ko­ali­ti­on lie­fert ein er­bärm­li­ches Bild ab. Wo­hin wird die Rei­se wohl ge­hen? Dass

man noch mal die Kur­ve kriegt und zu kon­struk­ti­ver Sach­ar­beit über­geht, scheint der­zeit ei­gent­lich aus­ge­schlos­sen. Das bes­te Bei­spiel für de­so­la­tes Re­gie­ren lie­fer­te zum Wo­chen­aus­klang der Woh­nungs­gip­fel im Kanz­ler­amt. Ei­ne rei­ne Show­ver­an­stal­tung. So je­den­falls wird man der Preis­ex­plo­si­on bei den Mie­ten ge­wiss nicht Herr. Die

Ko­ali­tio­nä­re agie­ren wie Geis­ter­fah­rer. Ein kla­rer Kurs ist nicht zu er­ken­nen. Es geht ums nack­te Über­le­ben von Schwarz-Rot. In

drei Wo­chen wird in Bay­ern, in fünf Wo­chen in Hes­sen ge­wählt. Dann wird man ge­nau­er wis­sen, was noch geht und was nicht. Dass die Ko­ali­ti­on vom po­li­ti­schen Spit­zen­per­so­nal voll ge­gen die Wand ge­fah­ren wird, ist da­bei noch längst nicht aus­ge­schlos­sen.

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