Kre­tsch­mer sieht Sach­sen auf Be­wäh­rung

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - KOMMENTAR -

DRES­DEN - Für Mi­nis­ter­prä­si­dent Mi­cha­el Kre­tsch­mer (43, CDU) sind die Er­eig­nis­se von Chem­nitz ei­ne Be­wäh­rungs­pro­be für den Frei­staat Sach­sen, die noch nicht über­stan­den ist. „Es muss ge­lin­gen, statt Be­schimp­fun­gen und An­fein­dun­gen wie­der in ei­ne ver­nünf­ti­ge Dis­kus­si­on zu kom­men“, sag­te er vier Wo­chen nach dem ge­walt­sa­men Tod ei­nes Deut­schen. Es brau­che die Re­ak­ti­on aus der Po­li­tik, aber auch in der Ge­sell­schaft. Und er wer­de nicht zu­las­sen, dass Chem­nitz, „in Ver­ruf kommt, weil es sich gut ver­kauft, wenn man gan­ze Städ­te an den Pran­ger stellt und es wie­der um den Os­ten geht“.

Der ge­walt­sa­me Tod ei­nes 35-jäh­ri­gen Deut­schen am 26. Au­gust hat­te zu ei­ner Rei­he aus­län­der­feind­li­cher Pro­tes­te und Aus­schrei­tun­gen rech­ter Grup­pie­run­gen in Chem­nitz ge­führt.

Kre­tsch­mer sag­te da­zu, man ha­be in Chem­nitz ge­se­hen, dass Rechts­ex­tre­mis­mus in ei­nem Ma­ße vor­han­den sei, das auch En­ga­ge­ment aus der Mit­te der Ge­sell­schaft nö­tig ma­che. „Aus­län­der, die be­schimpft und an­ge­grif­fen wer­den, brau­chen den Schutz der Mehr­heit in der Be­völ­ke­rung. Wir an­stän­di­gen Men­schen müs­sen uns vor sie stel­len und ein­schrei­ten, bei Wor­ten und Ta­ten.“

Will nicht zu­las­sen, dass Chem­nitz in Ver­ruf kommt: Sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Kre­tsch­mer (43, CDU).

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.