Ver­ständ­nis für Un­mut vie­ler Ost­deut­scher

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - POLITIK/WELT -

die CDU-Che­fin der „Augs­bur­ger All­ge­mei­nen“. „Aber es ist schon auch so: Vie­les, was An­fang der neun­zi­ger Jah­re pas­siert ist, kommt jetzt bei den Men­schen noch­mal auf den Tisch“, be­ton­te sie. „Vie­le Men­schen ha­ben ih­re Ar­beit ver­lo­ren, muss­ten neu an­fan­gen. Das Ge­sund­heits­sys­tem, das Ren­ten­sys­tem - al­les wur­de an­ders.“

Die Ein­heit ha­be zu har­ten Um­brü­chen ge­führt, vie­le Ost­deut­sche hät­ten nie wie­der in ih­rem Be­ruf ar­bei­ten kön­nen, sag­te Mer­kel. „Das ist nie­mals ei­ne Recht­fer­ti­gung für Hass und Ge­walt“, be­ton­te die Kanz­le­rin. „Aber es ist ei­ne Er­klä­rung für ei­ne an­de­re Le­bens­bio­gra­fie.“

Doch selbst das The­ma Flücht­lin­ge, das „das Land ein Stück weit spal­tet“, dür­fe nicht zu ei­ner Ver­gif­tung der Aus­ein­an­der­set­zun­gen füh­ren.

Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (64) ver­steht den Un­mut im Os­ten.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.