Ma­ze­do­ni­ens Par­la­ment stimmt für neu­en Na­men

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - POLITIK -

SKOPJE - Nun al­so doch: Trotz der zu ge­rin­gen Wahl­be­tei­li­gung beim Re­fe­ren­dum vor drei Wo­chen hat das Par­la­ment in Ma­ze­do­ni­en den Weg zu ei­nem neu­en Staats­na­men frei­ge­macht. Mit ei­ner Zwei­drit­tel­mehr­heit be­schloss die Volks­ver­tre­tung in Skopje, die Ver­fas­sungs­än­de­rung auf den Weg zu brin­gen. Der Bal­kan­staat soll in Zu­kunft Nord-Ma­ze­do­ni­en hei­ßen.

Vor­aus­ge­gan­gen war ein wo­chen­lan­ges Rin­gen, um Ab­ge­ord­ne­te der Op­po­si­ti­on auf die Re­gie­rungs­sei­te zu zie­hen. Die­se lehnt ei­ne Na­mens­än­de­rung ab, weil da­mit die na­tio­na­le Iden­ti­tät des Lan­des ge­op­fert wer­de. Das Re­gie­rungs­la­ger ver­fügt nur über 71 Stim­men im Par­la­ment, not­wen­dig wa­ren 80 Stim­men.

Der Nach­bar Grie­chen­land be­steht we­gen sei­ner gleich­na­mi­gen Pro­vinz seit fast drei Jahr­zehn­ten auf ei­ne Um­be­nen­nung. Als Druck­mit­tel hat­te At­hen je­de An­nä­he­rung Ma­ze­do­ni­ens an NA­TO und EU blo­ckiert.

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