So soll es bei Uni­on ge­lin­gen

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - VORDERSEITE - Tom Ja­cob

DRES­DEN - Ha­lil Sav­ran spiel­te so­wohl für die Schwarz-Gel­ben als auch für die „Ei­ser­nen“. Mitt­ler­wei­le nennt sich der ehe­ma­li­ge An­grei­fer Ver­si­che­rungs­mak­ler. Vor dem Ost­der­by Uni­on Ber­lin ge­gen Dy­na­mo Dres­den sprach die Mor­gen­post mit dem 33-Jäh­ri­gen.

Herr Sav­ran, in die­sem Som­mer ha­ben hb SiSie Ih Ih­re F Fuß­ball­schu­he ßb ll h h an den Na­gel ge­hängt, jetzt sind Sie Ver­si­che­rungs­kauf­mann. Wie kommt‘s? Sav­ran: „Ich ar­bei­te da mit der Fir­ma ,Al­pha Sports In­suran­ce‘ zu­sam­men. Ir­gend­wann ha­ben wir ge­merkt, dass vie­le Spie­ler in Ver­let­zungs­fäl­len nicht rich­tig ab­ge­si­chert sind. Mein Job ist es nun, jun­ge und an­ge­hen­de Pro­fis auf­zu­klä­ren, was sie bei län­ge­ren Ver­let­zun­gen ma­chen kön­nen, um sich im Scha­dens­fall fi­nan­zi­ell bes­ser zu schüt­zen.“Knapp zwei Mo­na­te ist Ihr Kar­rie­re­en­de als Pro­fi­fuß­bal­ler jetzt her. Ver­mis­sen Sie es schon, tag­täg­lich an den Ball zu tre­ten? Sav­ran: „Ich hat­te mehr oder we­ni­ger das Glück, mich im Früh­jahr, nachh mei­ne­ri lletz­ten VVer­let­zung,l auf­fdden Zeit­punkt vor­be­rei­ten zu kön­nen. So war es kein Cut von heu­te auf mor­gen. Doch manch­mal krib­belt es noch, wenn ich mit mei­nem Hund spa­zie­ren ge­he und es leicht zu nie­seln an­fängt. Denn das war im­mer das geils­te Fuß­ball-Wet­ter.“Für ein paar Wo­chen durf­ten Sie den heu­ti­gen Dy­na­mo-Coach Ma­ik Wal­pur­gis aus ih­rer ge­mein­sa­men Zeit beim VfL Os­na­brück ken­nen­ler­nen. Wie tickt Wal­pur­gis? Sav­ran: „In der kur­zen Zeit der Sai­son­vor­be­rei­tung konn­te ich schon früh er­ken­nen, wie er ar­bei­tet. Wal­pur­gis ist ein akri­bi­scher Trai­ner, er ana­ly­siert je­den Geg­ner bis ins kleins­te De­tail. Au­ßer­dem ver­langt er sei­nen Spie­lern al­les ab. Selbst ein Stür­mer darf un­ter sei­ner Lei­tung nicht ein­fach nur war­ten, bis der Ball kommt, son­dern muss sel­ber viel nach vorn und hin­ten lau­fen.“So­wohl bei Dy­na­mo als auch bei Uni­on kick­ten Sie wäh­rend Ih­rer ak­ti­ven Zeit. Da Sie in Ber­lin woh­nen: Wer­den Sie im Sta­di­on sein? Sav­ran: „Nein! Mei­ne Frau hat

am a Sonn­tag Di­enst und da darf ich mich um u mei­ne bei­den Kin­der küm­mern. So­mit wer­de ich das Spiel von zu Hau­se aus verol­gen und ge­nie­ßen.“Und für wel­chen Ver­ein schlägt Ihr Herz H noch? Sav­ran: „Ich will mich da we­der auf ei­nen nei­nen Tipp noch auf ei­ne Pro­gno­se fest­le­gen. Doch ich könn­te mir vor­stel­len, dass Dy­na­mo die un­ge­schla­ge­ne Se­rie von Uni­on bbre­chen will. So et­was hat mich frü­her im­mer an­ge­sta­chelt. Und das traue ich Dy­na­mo heu­te auch zu.“

Er schon­te we­der sich noch die Geg­ner: Ha­lil Sav­ran (l.) warf sich als bul­li­ger Dy­na­moStür­mer in je­den Zwei­kampf und Ball.

Am ver­gan­ge­nen Di­ens­tag­abend war Ha­lil Sav­ran beim Dresd­ner Fuß­ball-Talk im Schil­ler­gar­ten zu Gast.

Auch bei sei­ner Rück­kehr als Uni­on-Ki­cker war Ha­lil Sav­ran bei den meis­ten Dresd­ner Fans noch be­liebt.

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