Selbst­kri­tik nach Sieg ge­gen SVS

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - VORDERSEITE -

DRES­DEN - Da fei­er­te Dy­na­mo am Frei­tag­abend ge­gen Sand­hau­sen ei­nen na­he­zu un­ge­fähr­de­ten 3:1-Sieg. Doch statt Frie­de, Freu­de, Eier­ku­chen gab es bei den Schwarz-Gel­ben auch kri­ti­sche Tö­ne.

Da­bei be­gann al­les maß­ge­schnei­dert. „Am An­fang woll­ten wir lan­ge Bäl­le oh­ne Ri­si­ko spie­len. Ent­we­der er kommt an oder ist weg“, er­klär­te Ka­pi­tän Marco Hart­mann die Marsch­rou­te. So ge­lang auch durch Mous­sa Ko­né (11.) die 1:0-Füh­rung der Haus­her­ren. Zwar pas­sier­te so ziem­lich aus s dem Nichts der Aus­gleichs­tref­fer - (22.), doch mit ei­nem 2:1, dank Ai­as Aos­man (31.), gin­gen die Dresd­ner in die Halb­zeit­pau­se „In der Ka­bi­ne ha­ben n wir in­ten­siv dar­über ge­spro­chen, - dass wir die e Ak­ti­vi­tät bei­be­hal­ten müs­sen“, - mein­te Coach Ma­ik Wal­pur­gis - nach der Par­tie. Aber das wur­de nicht ein­ge­hal­ten. - Und das wurm­te so man­chen n

Dy­na­mo-Spie­ler. „Ich ver­ste­he nicht, war­um wir es im­mer so span­nend ma­chen müs­sen“, war zum Bei­spiel Patrick Ebert leicht ent­nervt. „Wir ha­ben die Par­tie kom­plett im Griff. Und doch ver­lie­ren wir dann den Fa­den oder ru­hen uns zu sehr aus. Das darf uns in Zu­kunft ein­fach nicht mehr pas­sie­ren.“Ebert schlägt da­her vor: „Vi­el­leicht müs­sen wir mal et­was eher raus­ge­hen und uns mehr be­we­gen.“

So ein Leis­tungs­ab­fall nach der Pau­se war in den ver­gan­ge­nen Wo­chen schon öf­ter zu se­hen. Doch zum Glück fehl­te den Sand­häu­sern die end­gül­ti­ge Durch­schlags­kraft, um dar­aus Pro­fit zu schla­gen. „Die zwei­te Hälf­te war dann en­ger, aber es gab ja kei­ne 100-pro­zen­ti­ge Chan­ce“, stell­te Aos­man fest.

„Trotz­dem ist es wich­tig, dass wir die­se Pha­se oh­ne Ge­gen­tor über­stan­den ha­ben“, re­sü­mier­te Wal­pur­gis mit neu­tra­lem Ge­sichts­aus­druck. „Doch, doch, ich freue mich rie­sig“, stell­te der 45-Jäh­ri­ge klar. „Vi­el­leicht manch­mal ein biss­chen zu viel nach in­nen.“Beim se­hens­wer­ten 3:1 von Ri­co Be­na­tel­li (76.) husch­te auch dem Trai­ner ein er­leich­ter­tes Lä­cheln über die Lip­pen... Tom Ja­cob

Patrick Ebert (r.) geht zu Bo­den - Dy­na­mos Re­gis­seur muss­te ei­ni­ge schmerz­haf­te Zwei­kämp­fe wie hier ge­gen Sand­hau­sens Is­län­der Ru­rik Gis­la­son füh­ren. Im Dresd­ner Straf­raum herrsch­te ab und an Un­ord­nung, die die Sand­häu­ser aber zum Glück nicht mehr aus­nut­zen konn­ten. Ein echt „blö­des“Ge­gen­tor. Weil Dy­na­mo viel zu in­kon­se­quent ver­tei­dig­te, ka­men die Gäs­te zum 1:1-Aus­gleich.

Er­leich­te­rung nach dem Schluss­pfiff: Dy­na­mo-Trai­ner Ma­ik Wal­pur­gis und Patrick Ebert umar­men sich. Der drit­te Heim­sieg war mit dem 3:1 ge­gen Sand­hau­sen end­lich in der Ta­sche, was auch bei der schwarz-gel­ben Ta­bel­len­si­tua­ti­on für Ent­span­nung sorg­te.

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