Oba­ma ma geht aft Trump los

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - POLITIK -

Der ehe­ma­li­ge US-Prä­si­dent Ba­rack Oba­ma (57) hat sei­nem Nach­fol­ger Do­nald Trump (72) und den Re­pu­bli­ka­nern vor­ge­wor­fen, im Wahl­kampf be­wusst Ängs­te vor Mi­gran­ten zu schü­ren. „Sie er­zäh­len Euch, dass ein Hau­fen ar­mer Flücht­lin­ge Tau­sen­de Mei­len ent­fernt ei­ne exis­ten­zi­el­le Be­dro­hung für Ame­ri­ka dar­stellt“, sag­te der De­mo­krat bei ei­ner Wahl­kampf­ver­an­stal­tung in Mia­mi. Es sei „po­li­ti­sche Show“, dass Trump we­gen der Mi­gran­ten Sol­da­ten an die Gren­ze zu Me­xi­ko schi­cke, füg­te Oba­ma hin­zu. Es ge­he den Re­pu­bli­ka­nern nur dar­um, mit Pa­nik­ma­che von ih­rer ei­ge­nen Re­gie­rungs­bi­lanz ab­zu­len­ken. Trump macht mit den Mi­gran­ten mas­siv Wahl­kampf für die Kon­gress­wah­len am Di­ens­tag. Er spricht von ei­ner „In­va­si­on“und ei­ner Ge­fahr für die na­tio­na­le Si­cher­heit der USA. Trump ru­der­te al­ler­dings zu­rück, die Sol­da­ten könn­ten das Feu­er auf die Ein­wan­de­rer er­öff­nen, soll­ten die­se mit Stei­nen schmei­ßen. „Sie wer­den nicht schie­ßen müs­sen. Was ich nicht will, ist, dass die­se Leu­te St­ei­ne schmei­ßen“, so der US-Prä­si­dent. Sonst wer­de man sie für lan­ge Zeit fest­neh­men.

Trotz der Dro­hun­gen Trumps sind der­zeit Tau­sen­de Men­schen aus Mit­tel­ame­ri­ka in meh­re­ren Grup­pen auf dem Weg durch Me­xi­ko in Rich­tung der US-Gren­ze. Die größ­te der so­ge­nann­ten Mi­gran­ten-Ka­ra­wa­nen, die nach An­ga­ben des me­xi­ka­ni­schen In­nen­mi­nis­te­ri­ums aus 5600 Men­schen be­steht, er­reich­te jetzt die Stadt Ayayu­can im Bun­des­staat Ver­a­cruz.

Von der Gren­ze der USA ist das noch et­wa 1300 Ki­lo­me­ter ent­fernt. We­gen schlech­ten Wet­ters muss­ten die Men­schen Zuflucht in ei­nem al­ten Markt-Ge­bäu­de su­chen, um dort zu über­nach­ten. Die Grup­pe war vor rund zwei Wo­chen in Hon­du­ras auf­ge­bro­chen. Nach und nach schlos­sen sich Men­schen aus Gua­te­ma­la und El

Sal­va­dor dem Zug an.

Tau­sen­de Mit­tel­ame­ri­ka­ner be­we­gen sich über Me­xi­ko auf die Gren­ze der USA zu.

Ist voll in den Wahl­kampf der De­mo­kra­ten ein­ge­stie­gen und rech­net mit sei­nem Nach­fol­ger Trump ab: Ex-US-Prä­si­dent Oba­ma (57).

WA­SHING­TON/MIA­MI - Mehr Sol­da­ten an der Gren­ze und Dä­mo­ni­sie­rung von Mi­gran­ten - Trump zieht vor den Kon­gress­wah­len al­le Re­gis­ter, um die re­pu­bli­ka­ni­sche Ba­sis zu mo­bi­li­sie­ren. Der Wahl­kampf-End­spurt wird zur Schlamm­schlacht. Macht mit sei­ner har­ten Hal­tung bei der Ein­wan­de­rung Stim­mung für die Re­pu­bli­ka­ner bei den Kon­gress­wah­len: US-Prä­si­dent Trump (72). An die Gren­ze zu Me­xi­ko ent­sand­te US-Sol­da­ten ver­le­gen St­a­chel­draht.

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