Os­trit­zer bie­ten Rech­ten die Stirn

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - SACHSEN -

OSTRITZ - Mit ei­nem Pro­gramm für die gan­ze Fa­mi­lie wur­de am Sonn­abend das Frie­dens­fest in Ostritz fort­ge­setzt. Auf die Wei­se wehr­ten sich gut 2 300 Bür­ger der Stadt ge­gen ein Neo­na­zi-Fes­ti­val.

Am Frei­tag­abend setz­ten sie be­reits ein Zei­chen ge­gen Rechts und um­schlos­sen den Markt mit ei­ner Men­schen- und Lich­ter­ket­te. Auch Sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Micha­el Kret­sch­mer (CDU) und die par­tei­lo­se Os­trit­zer Bür­ger­meis­te­rin Ma­ri­on Pran­ge hat­ten sich ein­ge­reiht.

Laut Po­li­zei hat das Fes­ti­val „Schild & Schwert“der Rech­ten deut­lich we­ni­ger Zu­lauf als im April, als et­wa 1 200 Neo­na­zis aus ganz Deutsch­land und dem Aus­land an­reis­ten. Die Kampf­sport­ak­ti­on „Kampf der Ni­be­lun­gen“sei man­gels Teil­neh­mer ab­ge­sagt wor­den, hieß es.

Nach An­ga­ben der Po­li­zei wur­den im Zu­sam­men­hang mit dem Fes­ti­val bis­lang neun Straf­ta­ten re­gis­triert. Die Po­li­zei hat­te am Frei­tag mehr als 200 Gäs­te des Tref­fens kon­trol­liert. Drei Män­ner führ­ten ver­bo­te­ne Mes­ser bei sich. Vier Be­su­cher woll­ten un­ter an­de­rem mit Sturm­hau­ben und Pfef­fer­spray zum Ver­samm­lungs­ge­län­de. Ein 35 Jah­re al­ter Mann bot T-Shirts mit ver­fas­sungs­feind­li­chen Sym­bo­len zum Kauf an, ein an­de­rer trug ei­nen Gür­tel mit ei­nem Ha­ken­kreuz.

Po­lo­nai­se an der pol­ni­schen Gren­ze: Ein biss­chen Spaß muss manch­mal sein. Lie­be statt Hass - ob die­se Bot­schaft bei al­len an­kam? Die Po­li­zei kon­trol­lier­te die Teil­neh­mer des rech­ten Fes­ti­vals.

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