Ha­dern wird heu­er 950 Jah­re alt

Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Groß­ha­dern weiht das neue Kin­der­pal­lia­tiv­zen­trum ein

Muenchner Merkur - - MÜNCHEN -

Seit Jah­ren do­mi­nie­ren Krä­ne das Bild auf dem Cam­pus des

Wie Per­len auf ei­ner Schnur rei­hen sich gro­ße und klei­ne­re Bau­vor­ha­ben an­ein­an­der. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den das Cen­trum für Schlag­an­fall und De­menz­for­schung (CSD) und ei­ne neue Kin­der­krip­pe fer­tig­ge­stellt. Die­ses Jahr steht die Ein­wei­hung des Kin­der­pal­lia­tiv­zen­trums an. „Vor­aus­sicht­lich im Früh­jahr 2016“, so Ire­ne Kolb, Spre­che­rin des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums. Es ist die ers­te Ein­rich­tung die­ser Art an ei­nem Akut­kran­ken­haus. Sie er­mög­licht ei­ne sta­tio­nä­re Be­treu­ung mit fa­mi­liä­rem Um­feld in ei­nem Haus. Laut Kli­ni­kum soll das Zen­trum für bis zu acht un­heil­bar kran­ke Kin­der und ih­re Fa­mi­li­en „zu ei­nem Ort der Si­cher­heit und Ge­bor­gen­heit bei gleich­zei­tig op­ti­ma­ler Pal­lia­tiv­the­ra­pie wer­den“.

Ein wei­te­res wich­ti­ges Vor­ha­ben ist die Er­rich­tung des „ am Cam­pus Groß­ha­dern. Der Ar­chi­tek­ten­wett­be­werb ist be­reits ab­ge­schlos­sen, im Ju­li 2015 hat die Ju­ry den Ent­wurf von Nickl & Part­ner Ar­chi­tek­ten AG aus München auf Platz eins ge­setzt. Bis die Bag­ger an­rol­len, ver­ge­hen je­doch noch ei­ni­ge Jah­re. Der Bau­be­ginn für das neue Zen­trum für Ge­burts­hil­fe, Kin­der- und Ju­gend­me­di­zin am Cam­pus Groß­ha­dern wird vor­aus­sicht­lich 2018 er­fol­gen. 2022 soll das Ge­bäu­de mit ei­ner Ge­samt­flä­che von rund 22 000 Qua­drat­me­tern er­öff­net wer­den.

Ein ehe­ma­li­ges La­den­lo­kal an der Guar­di­ni­stra­ße 90 ver­wan­delt sich in ei­nen

für Ha­dern. Der neue kul­tu­rel­le Mit­tel­punkt soll künf­tig Ver­ei­nen aus dem Stadt­teil, der Volks­hoch­schu­le und der Stadt­bi­blio­thek zur Ver­fü­gung ste­hen. Er ist für bür­ger­schaft­li­che und stadt­teil­kul­tu­rel­le Ak­ti­vi­tä­ten ge­dacht. Ge­plant sind ein Foy­er, Grup­pen­räu­me, ein Archiv für den Ha­der­ner Ge­schichts­ver­ein, ein Bü­ro so­wie ver­schie­de­ne Ne­ben­räu­me. „Kurz vor Weih­nach­ten hat sich der Nut­zer­rat kon­sti­tu­iert“, so der Ha­der­ner BA-Chef Jo­han Stad­ler (CSU). Vor­aus­sicht­lich im Ju­ni wer­de der neue Kul­tur­treff er­öff­net.

Un­er­müd­lich kämpft die Bür­ger­initia­ti­ve „Bun­des­au­to­bahn 96“(BIBAB 96) seit vie­len Jah­ren um die

im Stadt­ge­biet. Mit klei­nen Er­fol­gen: Im De­zem­ber 2013 hat der Stadt­rat das Pla­nungs­re­fe­rat da­mit be­auf­tragt, das Un­ter­su­chungs­de­sign für ei­ne Mach­bar­keits­stu­die er­stel­len zu las­sen. Ziel ist, den Lärm­schutz so­wie die luft­hy­gie­ni­sche und städ­te­bau­li­che Si­tua- ti­on im Be­reich der A96 deut­lich zu ver­bes­sern. In die­sem Jahr wird sich der Stadt­rat wie­der mit dem The­ma be­fas­sen. Dann könn­te sich auf der Ba­sis der Vor­stu­die ent­schei­den, ob ei­ne Mach­bar­keits­stu­die für die Ein­hau­sung in Auf­trag ge­ge­ben wird. Die Pla­nun­gen für die

von Groß­ha­dern nach Mar­tins­ried ge­stal­ten sich schwie­ri­ger als ge­dacht. „Ei­ne unend­li­che Ge­schich­te“, nann­te es der BAChef Jo­hann Stad­ler (CSU) bei der Bür­ger­ver­samm­lung. Der mehr­fach an­ge­kün­dig­te Durch­bruch bei den Ver­hand­lun­gen steht noch aus. Vie­le hof­fen nun, dass 2016 die letz­ten of­fe­nen Fra­gen ge­klärt wer­den. „Der Ver­trag ist un­ter­schrifts­reif“, so Pla­neggs Ge­schäfts­lei­ter Ste­fan Schau­dig. Er wer­de nun beim Fi­nanz­amt mit der Bit­te um schrift­li­che Stel­lung­nah­me ein­ge­reicht. Erst wenn das vor­ge­se­he­ne Kon­strukt auch von die­ser Sei­te ab­ge­seg­net wer­de, kön­ne der nächs­te Schritt er­fol­gen. „Dann wer­den wir ge­mein­sam mit dem Land­kreis München und dem Frei­staat Bay­ern ei­ne Pro­jekt­ma­nage­ment­ge­sell­schaft grün­den“, er­klärt Schau­dig. Wann der Baustart er­folgt, bleibt un­ge­wiss. Soll­te es wie vor­ge­se­hen 2017 los­ge­hen, wä­re ei­ne Ein­wei­hung des Stre­cken­ab­schnitts frü­hes­tens 2021 mög­lich.

Die

wird ab­ge­ris­sen und neu auf­ge­baut. Auf dem et­wa 30 000 Qua­drat­me­ter gro­ßen, di­rekt an der Lin­dau­er Au­to­bahn lie­gen­den Are­al er­rich­tet die Ge­wo­fag ein mo­der­nes Quar­tier mit rund 340 Woh­nun­gen, viel Frei­raum und viel­fäl­ti­gen so­zia­len Ein­rich­tun­gen. Den jet­zi­gen Mie­tern bie­tet die Ge­wo­fag wäh­rend der Bau­pha­se Er­satz­woh­nun­gen an. Der Ab­riss star­tet vor­aus­sicht­lich im Herbst 2016, der Baustart er­folgt 2017.

Es gibt Grund zu 2016 wird alt. Die Vor­be­rei­tun­gen lau­fen be­reits auf Hoch­tou­ren. Zum Ju­bi­lä­um wird es vie­le Ver­an­stal­tun­gen ge­ben. Die Fei­er­lich­kei­ten wer­den un­ter an­de­rem mit dem Ha­der­ner Dorf­fest am Max-Lebs­che-Platz (29. April bis 8. Mai 2016) und mit der Stadt­teil­wo­che (24. bis 30. Ju­ni 2016) ver­knüpft.

Am Stifts­bo­gen ent­steht ei­ne grö­ße­re Un­ter­kunft für Flücht­lin­ge. 2016 wird dort ei­ne mit 200 Plät­zen auf­ge­stellt. Im Fe­bru­ar zie­hen die ers­ten Asyl­be­wer­ber ein. Das Pro­jekt ist auf zwei Jah­re be­fris­tet. Um die Flücht­lin­ge zu un­ter­stüt­zen, ha­ben Bür­ger vor kur­zem den Ver­ein „Mit­ein­an­der Le­ben in Ha­dern“ge­grün­det.

fei­ern:

Das Neue Hau­ner: Der Ar­chi­tek­ten­wett­be­werb für die Kin­der­kli­nik ist ab­ge­schlos­sen – hier die Vi­sua­li­sie­rung vom In­nen­hof.

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