Kein Geld­ge­schenk an Pfar­rer

Muenchner Merkur - - BAYERN & REGION -

– Für ka­tho­li­sche Pries­ter des Bis­tums Pas­sau gel­ten seit die­sem Jahr stren­ge­re Re­geln für die An­nah­me von Ge­schen­ken. Wie ei­ne Bis­tums­spre­che­rin mit­teil­te, hat­te das Ge­ne­ral­vi­ka­ri­at 2016 ei­ne neue Sat­zung er­ar­bei­tet. So ist es den Geist­li­chen ver­bo­ten, Geld für per­sön­li­che Zwe­cke ent­ge­gen­zu­neh­men. Auch Sach­ge­schen­ke wie Es­sens­ein­la­dun­gen und Bü­cher dür­fen sie nur an­lass­be­zo­gen und im klei­nen Rah­men an­neh­men. Be­steht der Schen­ken­de auf die Zu­wen­dung, ist der Pries­ter nun zu­dem ver­pflich­tet, aus­drück­lich dar­auf hin­zu­wei­sen, dass er für sei­nen Di­enst aus­rei­chend be­sol­det wird. Spen­den für kirch­li­che oder ka­ri­ta­ti­ve Zwe­cke sind da­von aus­ge­nom­men.

Auch in an­de­ren baye­ri­schen Bi­stü­mern wird der Um­gang mit Ge­schen­ken dis­ku­tiert. Das Bis­tum Re­gens­burg er­wägt nun eben­falls, kon­kre­te­re Richt­li­ni­en aus­zu­ar­bei­ten. Das soll noch die­ses Jahr ge­sche­hen. In Mün­chen ori­en­tie­re man sich an den Vor­schrif­ten des Kir­chen­rechts, teil­te ein Bis­tums­spre­cher mit. Dem­nach dür­fen Ver­tre­ter der Kir­che nicht mit Sa­kra­men­ten han­deln.

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