Ver­fah­ren ge­gen Fun­ke ein­ge­stellt

Die Schuld an Bei­na­he-Plei­te der Hy­po Re­al Esta­te ist nicht zu klä­ren

Muenchner Merkur - - ERSTE SEITE -

– Das Land­ge­richt Mün­chen hat den Pro­zess ge­gen den frü­he­ren Chef der Im­mo­bi­li­en­bank Hy­po Re­al Esta­te (HRE), Ge­org Fun­ke, ge­gen Auf­la­gen ein­ge­stellt – neun Jah­re nach der Bei­na­he-Plei­te der Bank. Wie die Jus­tiz mit­teil­te, wur­den Fun­ke Zah­lun­gen in Hö­he von 18 000 Eu­ro auf­er­legt, die zwei ge­mein­nüt­zi­gen Ver­ei­nen zu­gu­te kom­men sol­len. Auch der Pro­zess ge­gen den mit­an­ge­klag­ten frü­he­ren HREFi­nanz­vor­stand Mar­kus Fell wur­de ge­gen Zah­lung von 25 000 Eu­ro ein­ge­stellt.

Fun­ke war vor­ge­wor­fen wor­den, die La­ge des Kon­zerns in­mit­ten der glo­ba­len Fi­nanz­kri­se be­wusst un­rich­tig wie­der­ge­ge­ben zu ha­ben. Die HRE stand im Jahr 2008 vor dem Zu­sam­men­bruch. Da der Im­mo­bi­li­en­fi­nan­zie­rer als sys­tem­re­le­vant ein­ge­stuft wur­de und durch ei­ne Plei­te un­ab­seh­ba­re Fol­gen auch für an­de­re Ban­ken be­fürch­tet wur­den, ent­schloss sich der Bund zur Ret­tung der HRE mit Mil­li­ar­den­hil­fen und spä­ter zu ei­ner voll­stän­di­gen Ver­staat­li­chung. Fun­ke hat­te stets je­de straf­recht­li­che Ver­ant­wor­tung für die Fast-Plei­te der HRE be­strit­ten. Das Ge­richt er­klär­te, dass die Vor­wür­fe „nicht aus­rei­chend auf­ge­klärt wer­den“konn­ten.

Ge­org Fun­ke wur­de in Deutsch­land zum Ge­sicht der Fi­nanz­kri­se.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.