Die CSU ist den baye­ri­schen Wäh­lern ge­gen­über in der Bring­schuld

Muenchner Merkur - - LESERFORUM -

CSU will „Kampf­an­zug an­zie­hen“; Ti­tel­sei­te 26. Sep­tem­ber Spä­te Er­kennt­nis der CSU, jetzt den Kampf­an­zug an­zu­zie­hen. Das hät­te frü­her ge­sche­hen müs­sen. Aber noch ist es nicht zu spät, der lin­ken und be­ra­tungs­re­sis­ten­ten CDU-Kanz­le­rin die Gren­zen auf­zu­zei­gen. Ih­re Wor­te: Ge­gen sie – als Kanz­le­rin – kann nicht re­giert wer­den. Da muss die CSU ge­nau hin­hö­ren. Bei dem For­de­rungs­ka­ta­log der CSU an die CDU, FDP und Die Grü­nen kann und darf die CSU in kei­ne Re­gie­rung Mer­kel ein­tre­ten. Die CSU ist dem baye­ri­schen Wäh­ler ge­gen­über in der Bring­schuld. Will die CSU die nächs­te Land­tags­wahl für sich ent­schei­den, ist ein kla­res Kon­zept, mit neu­em Per­so­nal in Mün­chen – in Berlin ist die Op­po­si­ti­on – an­ge­sagt. Die CSU soll die Frak­ti­ons­ge­mein­schaft mit der lin­ken CDU auf­kün­di­gen. War­um sagt Mer­kel wohl: Oh­ne mich gibt es kei­ne Re­gie­rung. Wa- rum will sie un­be­dingt mit der SPD über ei­ne Re­gie­rung spre­chen. Die aal­glat­te Ar­ro­ganz von Mer­kel zielt dar­auf ab, auch oh­ne die CSU ei­ne Re­gie­rung zu bil­den und zwar aus CDU, SPD und den Grü­nen. Die­se Kon­stel­la­ti­on er­gibt näm­lich über 50 Pro­zent. Dann näm­lich ist das Pa­ket Mit­te-Links aus Sicht von Mer­kel die rich­ti­ge Re­gie­rung, oh­ne die ihr läs­ti­gen Bay­ern aus Mün­chen. Wird sich die CSU zu fau­len Kom­pro­mis­sen hin­rei­ßen las­sen, in Be­zug auf ei­ne un­be­ding­te Re­gie­rungs­be­tei­li­gung in Berlin, wird sich die CSU bei der nächs­ten Land­tags­wahl in ei­nem schwin­del­er­re­gen­den Ab­stiegs­kampf wie­der­fin­den. Dann wird es die CSU zer­rei­ßen und Herrn See­ho­fer samt sei­nem Wen­de­hals in al­le Ein­zel­tei­le zer­le­gen. Josef Reischl Bad Birn­bach Das schlech­te Wah­l­er­geb­nis von CDU und CSU ha­ben m.E. An­ge­la Mer­kel und Horst See­ho­fer zu ver­ant­wor­ten. Mer­kel we­gen der Flücht­lings­po­li­tik, See­ho­fer we­gen sei­nes Zick-Zack-Kur­ses. Gün­ther Beck­stein als Mi­nis­ter­prä­si­dent und Er­win Huber als Par­tei­vor­sit­zen­der ha­ben nach ei­nem schlech­ten Wah­l­er­geb­nis zu­rück­tre­ten müs­sen. War­um nicht auch ein Horst See­ho­fer? See­ho­fer hat un­be­strit­ten sei­ne Ver­diens­te. Aber nach so ei­ner Wahl­nie­der­la­ge von -10,5 Pro­zent ist sei­ne Zeit ab­ge­lau­fen. Die bei­den Äm­ter Mi­nis- ter­prä­si­dent und Par­tei­vor­sit­zen­der ge­hö­ren wie­der ge­trennt. Ich kann mir auch ei­ne Frau als baye­ri­sche Mi­nis­ter­prä­si­den­tin vor­stel­len, zum Bei­spiel die sym­pa­thi­schen Il­se Ai­g­ner oder An­ge­li­ka Nieb­ler. Eu­ro­pa­po­li­ti­ker Man­fred We­ber wä­re mit sei­ner ru­hi­gen und sach­li­chen Art auch ei­ne gu­te Wahl. Die­se drei wä­ren mir per­sön­lich lie­ber als der Macht­mensch Mar­kus Sö­der. Wer­ner Wend­lin­ger CSU-Mit­glied, Schon­gau

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