Es be­darf ei­nes ech­ten Dia­logs

Muenchner Merkur - - LESERFORUM -

Ich stim­me dem Ar­ti­kel voll zu. Doch ein „Dia­log mit dem Is­lam“ist nicht mög­lich, weil es nach üb­li­cher Auf­fas­sung „den Is­lam nicht gibt“. Der „Dia­log mit Mus­li­men“als Nach­bar und als Kol­le­ge ist für je­den auf­rich­ti­gen Men­schen Eh­ren­sa­che, aber da geht es eher nicht um den in­ter­re­li­giö­sen Dis­kurs. Für die Ver­tie­fung des Ver­trau­ens und des Ver­ständ­nis­ses zwi­schen den Re­li­gio­nen muss je­de Sei­te ei­ne Be­schrei­bung des ei­ge­nen Stand­punk­tes be­reit­hal­ten, und zwar in der Spra­che des Lan­des, in dem der Dia­log statt­fin­det. Chris­ten al­ler Kon­fes­sio­nen nen­nen dies „Be­kennt­nis“; es ist zu­gleich das Ein­ge­ständ­nis der Spal­tung. Ein gu­ter Dia­log zwi­schen Mus­li­men und Chris­ten in Deutsch­land er­for­dert auf bei­den Sei­ten die­ses Ein­ge­ständ­nis der je­weils in­ne­ren „Ver­schie­den­heit“, egal wie man das nennt, und die po­si­ti­ve Darstel­lung ei­nes ei­ge­nen Stand­punk­tes. Er­satz­wei­se zu be­teu­ern: „So und so sind wir

nicht“, reicht nicht. Wal­ter Kär­cher Tutz­ing Dia­log mit Mus­li­men ist der rich­ti­ge Weg; Bay­ern 27. Sep­tem­ber

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