Po­li­zei rüs­tet sich ge­gen Ter­ror

Ge­werk­schaf­ter for­dern mehr Trai­ning und wei­te­re In­ves­ti­tio­nen

Muenchner Merkur - - POLITIK -

– Ku­gel­si­che­re Hel­me und ge­pan­zer­te Strei­fen­wa­gen rei­chen nach An­sicht der bei­den gro­ßen Po­li­zei­ge­werk­schaf­ten nicht aus, da­mit die Si­cher­heits­kräf­te bei An­schlä­gen gut re­agie­ren kön­nen. Wich­tig sei­en re­gel­mä­ßi­ge Ter­ror­trai­nings, bei de­nen das Vor­ge­hen un­ter Be­schuss ge­übt wer­de, sag­te der Bun­des­vor­sit­zen­de der Ge­werk­schaft der Po­li­zei (GdP), Oliver Mal­chow.

Bei der Jah­res­ta­gung des Bun­des­kri­mi­nal­amts in In­gel­heim wol­len rund 500 Ex­per­ten am Mitt­woch und Don­ners­tag un­ter dem The­ma „Po­li­zei im Um­bruch“über die Auf­ga­ben und Her­aus­for­de­run­gen be­ra­ten.

Laut Mal­chow brau­chen Po­li­zis­ten auch ei­ne psy­cho­lo­gi­sche Be­treu­ung, um bei ei­ner Schie­ße­rei das Ge­fühl zu be­hal­ten, wie­der heil raus­kom­men zu kön­nen. Zu­dem kön­ne es für sie häu­fi­ger nö­tig wer­den, je­man­den zu tö­ten.

Rai­ner Wendt von der Deut­schen Po­li­zei­ge­werk­schaft be­stä­tigt Mal­chows An­sicht. Heu­te wer­de auch von Strei­fen­po­li­zis­ten ver­langt, ei­nen Ter­ro­ris­ten, der das Kriegs­hand­werk er­lernt ha­be und schwer be­waff­net sei, zu tö­ten. Die Ge­werk­schafts­vor­sit­zen­den be­schei­ni­gen den In­nen­mi­nis­te­ri­en von Bund und Län­dern, bei der Be­schaf­fung der Aus­rüs­tung auf dem rich­ti­gen Weg zu sein. Für neue Aus­rüs­tung stün­de aber noch nicht aus­rei­chend Geld zur Ver­fü­gung, kri­ti­siert Mal­chow.

Oliver Mal­chow ist Bun­des­vor­sit­zen­der der Po­li­zei­ge­werk­schaft

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