Rüs­tungs­ex­por­te vor al­lem an Dritt­staa­ten

Muenchner Merkur - - POLITIK -

– Der An­teil der deut­schen Rüs­tungs­ex­por­te in Staa­ten au­ßer­halb der Eu­ro­päi­schen Uni­on steigt. Wie aus ei­ner Ant­wort des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums auf die An­fra­ge des Ab­ge­ord­ne­ten Stefan Lie­bich (Lin­ke) her­vor­geht, wur­den im drit­ten Quar­tal die­ses Jah­res Rüs­tungs­ex­por­te in Hö­he von rund 1,27 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­neh­migt.

Der über­wie­gen­de Teil (871 Mil­lio­nen Eu­ro) soll in Län­der ge­lie­fert wer­den, die nicht der EU an­ge­hö­ren, kei­ne Na­to-Mit­glie­der sind und auch nicht zur Grup­pe der Na­to-gleich­ge­stell­ten Staa­ten zäh­len. Im Vor­jah­res­zeit­raum war der An­teil der Ex­por­te in so­ge­nann­te Dritt­staa­ten ge­rin­ger: 485 Mil­lio­nen Eu­ro von ins­ge­samt rund 1,14 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Haup­t­emp­fän­ger der Lie­fe­run­gen in Dritt­staa­ten ist Ägyp­ten. Die Bun­des­re­gie­rung gab grü­nes Licht für Rüs­tungs­ex­por­te in Hö­he von 298 Mil­lio­nen Eu­ro. Auf Platz zwei lag mit 148 Mil­lio­nen Eu­ro Sau­di-Ara­bi­en. Das Kö­nig­reich trägt aus Sicht der Ver­ein­ten Na­tio­nen als Kriegs­par­tei im Je­men ei­nen gro­ßen Teil der Ver­ant­wor­tung für die ka­ta­stro­pha­le hu­ma­ni­tä­re Si­tua­ti­on.

Ur­su­la von der Ley­en (59) ist seit 2013 Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin.

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