Prei­se zie­hen auch in Mit­tel­städ­ten an

Muenchner Merkur - - WIRTSCHAFT -

– Bei den wei­ter stei­gen­den Im­mo­bi­li­en­prei­sen in Bay­ern ist laut dem Im­mo­bi­li­en­ver­band Deutsch­land (IVD) kein En­de in Sicht. Im Durch­schnitt müs­sen Käu­fer der­zeit 2990 Eu­ro pro Qua­drat­me­ter für ei­ne Ei­gen­tums­woh­nung zah­len – das sind 4,8 Pro­zent mehr als im Früh­jahr, wie der IVD be­rich­te­te. „Von Ab­brem­sen ist nichts zu se­hen, der Markt hat mit ei­ner wei­ter gro­ßen Dy­na­mik Preis­stei­ge­run­gen ge­ne­riert“, sag­te Ste­phan Kip­pes, Lei­ter des IVD-Markt­for­schungs­in­sti­tuts.

Mit 6200 Eu­ro pro Qua­drat­me­ter ist Wohn­ei­gen­tum nach wie vor in Mün­chen am teu­ers­ten. Doch nicht nur dort stei­gen die Prei­se. „Wenn man in die baye­ri­schen Groß- und Mit­tel­städ­te geht, gibt es quer durch die Bank An­stie­ge“, sag­te Kip­pes. Mit 3530 Eu­ro pro Qua­drat­me­ter ist In­gol­stadt die zweit­teu­ers­te Stadt für Wohn­ei­gen­tum. Die güns­tigs­te Groß­stadt ist Fürth (1810 Eu­ro pro Qua­drat­me­ter), die bil­ligs­te mit­tel­gro­ße Stadt Hof (950 Eu­ro pro Qua­drat­me­ter).

In vie­len baye­ri­schen Städ­ten über­steigt die Nach­fra­ge laut IVD das An­ge­bot. „Das Mas­sen­ge­schäft lei­det auf­grund zu we­ni­ger Ob­jek­te auf dem Markt“, sag­te Kip­pes. „Im End­ef­fekt sind wir weit un­ter dem, was wir brau­chen.“Teu­rer wur­den für Käu­fer auch Wohn- und Ge­schäfts­häu­ser, bei Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern hat sich der Preis­an­stieg be­schleu­nigt. Das Um­welt­bun­des­amt (UBA) hat zum Er­rei­chen der Kli­ma­zie­le 2020 ei­ne Still­le­gung der äl­tes­ten und in­ef­fi­zi­en­tes­ten Braun­koh­le­kraft­wer­ke so­wie ei­ne Dros­se­lung der Strom­pro­duk­ti­on der üb­ri­gen An­la­gen emp­foh­len. Mit die­sen bei­den „kurz­fris­ti­gen Maß­nah­men“kön­ne es ge­lin­gen, das na­tio­na­le deut­sche Kli­ma­ziel noch zu über­tref­fen, er­klär­te das UBA am Di­ens­tag in ei­nem The­sen­pa­pier. Ziel ist es, bis 2020 die Treib­haus­gas­emis­sio­nen um 40 Pro­zent ver­g­li­chen mit 1990 zu ver­rin­gern.

FO­TO: KLAUS HAAG

Mün­chen ist mit Ab­stand die teu­ers­te Stadt in Bay­ern. In­gol­stadt folgt erst mit ei­ni­gem Ab­stand.

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