Be­trächt­li­che Kos­ten

Muenchner Merkur - - LESERFORUM -

Has­hes pro Jahr. Ein Mensch wür­de zur ma­nu­el­len Be­rech­nung ei­nes Has­hes si­cher­lich et­li­che Ta­ge be­nö­ti­gen. Die Bit­co­in-Ma­schi­ne­rie rech­net al­so et­wa 1 Bil­li­ar­de Mal schnel­ler, als die ge­sam­te Mensch­heit es könn­te. Die­ser enor­me und sich stän­dig stei­gern­de Re­chen­auf­wand ist es, was Bit­co­ins ziem­lich si­cher macht. Der Strom­ver­brauch ist in et­wa gleich ge­blie­ben, seit Bit­co­in be­kannt ist. Die Hashra­te er­höht sich zwar stän­dig, was aber zu ei­nem gu­ten Teil auf Ver­bes­se­rung der Hard­ware zu­rück­zu­füh­ren ist. Bei 10 Cent pro kWh kos­tet 1 GW knapp ei­ne Mil­li­ar­de Eu­ro pro Jahr. Bit­co­in hat bis­her al­so et­li­che Mil­li­ar­den an Strom ge­kos­tet! Auch die Hard­ware-Kos­ten sind zu­sam­men­ge­nom­men meh­re- re Mil­li­ar­den Eu­ro, zu­mal die Hard­ware re­gel­mä­ßig er­setzt wer­den muss, da der Strom­ver­brauch al­ter Hard­ware mehr kos­tet, als sie Ge­winn ab­wirft. In­so­fern ist es auch nicht rich­tig, dass man kei­ne In­fra­struk­tur wie Ban­ken be­nö­tigt. Man be­nö­tigt et­wa 1 Mil­li­on mo­der­ne Hash­ge­rä­te und ei­nen gro­ßen Kraft­werks­block, um Bit­co­in am Le­ben zu hal­ten. Der Un­ter­schied ist, dass die In­fra­struk­tur de­zen­tral ist. Auch in­ter­es­sant ist, ob es in Hin­blick auf Kli­ma­f­ra­gen sinn­voll ist, meh­re­re Kraft­werks­blö­cke (es gibt ja nicht nur Bit­co­in) mit der Be­rech­nung von Kryp­towäh­run­gen aus­zu­las­ten. Der CO2-Foot­print von Bit­co­in dürf­te sehr groß sein. Ra­dio-Mo­de­ra­tor macht Feu­er­wehr­ler An­ge­bot und ich zah­le der Feu­er­wehr ein Fass Bier und ei­ne or­dent­li­che Por­ti­on Le­ber­käs als er­folg­rei­che Prä­mie. Ich muss nur wis­sen, wo ich die tol­len Feu­er­wehr­ler fin­de. Ver­spro­chen!

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