Das ist mein Stil!

Sie ste­hen mor­gens lan­ge vor dem Klei­der­schrank? Rich­tig so! Denn was im­mer Sie wäh­len – es prägt das Bild, das sich an­de­re von Ih­nen ma­chen. Und: Es be­ein­flusst auch Sie selbst!

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Wie Mo­de un­se­re Per­sön­lich­keit prägt

Sie sag­te, was Sa­che ist. Oh­ne ein ein­zi­ges Mal den Mund auf­zu­ma­chen. Am Wahl­tag trug Frank­reichs neue First La­dy Bri­git­te Tro­gneux ei­nen Man­tel mit sil­ber­nem Bi­ker-le­der­kra­gen. Die Mes­sa­ge: Ma­dame ist ele­gant, aber pfeift auf den Gat­tin­nen-look! Kein Zwei­fel, wenn wir uns mor­gens an­zie­hen, be­zie­hen wir Stel­lung. Un­se­re Klei­dung plau­dert In­ter­na über uns aus. Über un­se­ren Cha­rak­ter, un­se­re Stim­mung, un­se­re Le­bens­pha­se. Da­bei gal­ten wir Deut­sche – an­ders als Fran­zö­sin­nen – in Stil­fra­gen lan­ge Zeit als zu­rück­hal­tend. „Wir schmück­ten uns eher da­mit, was wir leis­ten, als mit un­se­rem Aus­se­hen. Sich auf­zu­bre­zeln galt als ver­pönt“, be­stä­tigt Ni­na Zy­wietz, Au­to­rin des Bu­ches „The Ger­m­ans. Stil und Iko­nen ei­ner Na­ti­on“(te­neu­es). Doch in­zwi­schen ha­ben auch wir Spaß am schö­nen Schein. Fragt sich nur: Kön­nen wir das auch? „Gu­ter Stil ist ganz ein­fach“, sagt Ni­na Zy­wietz. „Es geht dar­um, das zu tra­gen, was zu uns passt. Da­bei kön­nen wir uns mehr er­lau­ben, als wir den­ken. Je au­then­ti­scher wir sind, des­to sym­pa­thi­scher wir­ken wir. Kei­ner steht auf Mo­gel­pa­ckun­gen.“Auch wenn wir mit 30 meist die Rich­tung ken­nen, gibt es im­mer wie­der Ve­rän­de­run­gen. „Klei­dung folgt der Psy­che. Nach Kri­sen häu­ten wir uns. Auch im Au­ßen“, so die Ex­per­tin. Ein Ef­fekt, der auf uns zu­rück­strahlt. Un­ser Style wirkt nicht nur auf an­de­re, son­dern be­ein­flusst auch uns selbst. In den USA stell­ten Psy­cho­lo­gen z.b. fest: Men­schen, die in wei­ße Kit­tel ge­steckt wer­den, ar­bei­ten kon­zen­trier­ter und ma­chen we­ni­ger Feh­ler. Und was ist mit den an­de­ren Din­gen, die wir täg­lich nut­zen? Schmeckt Wein aus ei­nem stil­vol­len Glas an­ders als aus ei­nem Papp­be­cher? „Auch Ge­brauchs­ge­gen­stän­de und die Gestal­tung un­se­rer Räu­me ma­chen was mit uns“, er­klärt Frank Berz­bach, Do­zent der Aka­de­mie für Gestal­tung in Köln und Au­tor des Bu­ches „Form­be­wusst­sein“. Er rät: Über­le­gen Sie bei je­dem Klei­dungs­stück, bei je­dem Mö­bel, bei je­dem Ac­ces­soire im­mer mal: Brau­che ich das wirk­lich? Mag ich das noch? Falls nicht: Weg da­mit! So sor­gen Sie für ei­ne kla­re Li­nie. Und se­hen im­mer deut­li­cher, wer Sie wirk­lich sind. Wie gut die­se Er­kennt­nis tut, er­zäh­len uns auf den fol­gen­den Sei­ten vier Frau­en, die ih­ren ei­ge­nen Stil le­ben. Kon­se­quent. Und wahn­sin­nig in­spi­rie­rend!

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