„es gibt Kin­der, de­nen ich viel ge­ben Kann“

MYWAY - - WOHLFÜHLEN -

Auf ein­mal liegt es nicht mehr in Re­bec­cas Hand, ob sie Mut­ter wird oder nicht. „Vor zwei Jah­ren wur­de bei mir ei­ne Krebs­vor­stu­fe am Ge­bär­mut­ter­hals ent­deckt“, er­zählt die 40-Jäh­ri­ge. Die Ärz­te fra­gen Re­bec­ca vor der OP, ob sie noch Kin­der wol­le; drän­gen sie, sich schnell zu ent­schei­den. „Um zu wis­sen, wie viel sie weg­schnei­den konn­ten. Ich sag­te: So viel, dass ich ge­sund wer­de.“Der Ein­griff ver­läuft bes­ser als er­war­tet: Sie kann im­mer noch schwan­ger wer­den. Kurz da­nach fällt Re­bec­ca in ein tie­fes Loch. „Weil ich da­durch stark an mir selbst zwei­fel­te“, sagt sie. Von ih­ren Mit­men­schen hört sie in ih­rer Kri­se kaum Trös­ten­des. Da­für Sät­ze wie „Kin­der­krie­gen dürf­te kein The­ma für Sie sein – so an­ge­schla­gen, alt, frisch ge­schie­den, oh­ne Part­ner.“Doch Re­bec­ca ist stark, sucht sich psy­cho­lo­gi­schen Bei­stand und kon­tert: „Ich bin ein wert­vol­ler Mensch, der die­ses Be­dürf­nis hat. Und so­lan­ge ich noch kei­ne ei­ge­nen ha­be, bin ich eben für an­de­re Kin­der da.“Des­we­gen hilft Re­bec­ca so­zi­al be­nach­tei­lig­ten Kin­dern, lernt mit ih­nen, kocht für sie, küm­mert sich. „Das macht mich glück­lich und schenkt mir Frie­den!“

re­bec­ca Schaarschmidt, 40

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