In­ter­view Vik­to­ria Lau­ter­bach: „Es macht mir un­glaub­lich viel Spaß, für et­was zu bren­nen“

Ihr Be­ruf: Fa­mi­li­en­ma­na­ge­rin. Egal, ob Dreh­buch­an­ge­bo­te für Hei­ner ge­checkt, Gäs­te be­kocht, ver­schul­de­te Grund­stü­cke des Schwie­ger­va­ters ab­ge­wi­ckelt oder die Kin­der or­ga­ni­siert wer­den müs­sen. Vik­to­ria Lau­ter­bach, 44, hat al­les im Griff...

MYWAY - - INHALT - IN­TER­VIEW: Ul­ri­ke Bremm ● FOTOS: Wolf­gang Wil­de

WWir tref­fen uns im Ber­li­ner Lu­xus­ho­tel „Re­gent“, wo sie mit ih­rem Mann Hei­ner Lau­ter­bach zu Gast ist. „Hei­ner hat bis eben ,Die Schlümp­fe‘ syn­chro­ni­siert und macht jetzt Bu­bu“, er­zählt Vik­to­ria Lau­ter­bach, 44. Weil ich mit ih­rer Schwie­ger­mut­ter Ma­ya, 94, be­freun­det bin, ken­nen wir uns schon lan­ge. Sie or­dert Pfef­fer­minz­tee für uns, der in Känn­chen ser­viert wird, schiebt mir mit den Wor­ten „Die musst du pro­bie­ren – ein­fach köst­lich!“die Sil­ber­scha­le mit den di­cken Scho­ko­la­den­plätz­chen hin. Und gibt mir das Ge­fühl, bei ihr da­heim zu Be­such zu sein. Du be­wir­test an­de­re gern … Ja. Ich bin sehr gast­freund­lich. Wenn ich Be­such er­war­te, ba­cke ich nicht ei­nen Ku­chen, son­dern min­des­tens zwei. Nüs­se, Obst, Ge­bäck – das muss al­les vor­rä­tig sein. Wenn Freun­de von den Kin­dern vor­bei­schau­en, la­de ich sie im­mer ein, mit uns zu es­sen. Ich fin­de das schön, wenn das Haus voll ist. Dass zehn Leu­te rund um den Tisch sit­zen, ist bei uns ganz nor­mal. Und wie fin­det Hei­ner das? Oft ist er ja zum Dre­hen. Aber selbst wenn er da ist: Ich muss ihn nicht fra­gen, ob es okay ist, dass je­mand vor­bei­kommt. Wenn es ihm zu viel wird, ver­zieht er sich ein­fach in sein Zim­mer – das funk­tio­niert ganz gut. Gott sei Dank ha­ben wir ge­nug Platz... In­wie­fern packt er denn im Haus­halt mit an? Hei­ner ist kein Mann, der be­son­ders viel im Haus­halt hilft. Für den All­tag ist er nicht zu ge­brau­chen. Ob er da ist oder nicht, macht in die­ser Hin­sicht kei­nen Un­ter­schied. Ich be­läs­ti­ge ihn aber auch nicht mit Sa­chen wie „Du musst die Kin­der ab­ho­len“oder „Fahr doch bit­te dies und das be­sor­gen“. Wenn er’s mal macht, freue ich mich, aber ich rech­ne nicht da­mit. Was er ab und zu mal tut, ist ko­chen. Hei­ner isst je­den Tag Ing­wer, Chi­li und Knob­lauch. Ko­ri­an­der will er mitt­ler­wei­le auch drin­ha­ben oder Schnitt­lauch und Pe­ter­si­lie. Er be­geis­tert al­le mit sei­ner spe­zi­el­len Oli­ven­öl-pas­te, mit der je­des Ge­richt ei­ne be­son­de­re No­te be­kommt. Manch­mal be­rei­tet er auch Schwei­zer Wurst­sa­lat zu – und isst dann so­fort al­les auf… An dei­ner Sei­te ist Hei­ner, der frü­he­re Frau­en­held und Par­ty­lö­we, se­ri­ös ge­wor­den. Was lernt ihr von­ein­an­der? Mich be­ein­druckt sei­ne Bil­dung. Er hat ein be­weg­tes Le­ben hin­ter sich und ist mit 63 noch ab­so­lut wiss­be­gie­rig. Hei­ner schaut z.b. gern Do­kus über Phy­sik – er wä­re gern Astro­phy­si­ker ge­wor­den – und er­zählt uns das dann al­les haar­klein. Au­ßer­dem ver­folgt er al­le Quiz­sen­dun­gen, dann hö­ren wir ihn im­mer ant­wor­ten. Und er ver­sucht dau­ernd, un­se­ren Kin­dern et­was bei­zu­brin-

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