Ban­ken steh­len sich aus der Ver­ant­wor­tung

Neu-Ulmer Zeitung - - Erste Seite - VON MICHAEL KERLER mke@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Wer gera­de im Su­per­markt ein­kauft, für den kann es prak­tisch sein, an der Kas­se gleich et­was Bar­geld ab­zu­he­ben, wie es ers­te In­sti­tu­te for­cie­ren. Die Kun­den müs­sen sich aber auch be­wusst sein, dass dies für die Ban­ken zum Ar­gu­ment wer­den könn­te, am Geld­au­to­ma­ten-Netz zu spa­ren. Nut­zen ei­nes Tages hin­rei­chend vie­le Kun­den den Ser­vice, könn­te man­ches In­sti­tut über­le­gen, ob nicht auch we­ni­ger Au­to­ma­ten aus­rei­chen. Die Ban­ken wür­den sich dann ein Stück weit aus ih­rer Ver­ant­wor­tung für die Bar­geld­ver­sor­gung steh­len. Tat­sa­che ist, dass die Deut­schen un­gern be­reit sind, für das Geld­ab­he­ben Ge­büh­ren zu zah­len. Da ist es nur lo­gisch, dass die In­sti­tu­te nach neu­en Ide­en su­chen.

Der Su­per­markt wird die Bank aber nicht er­set­zen kön­nen. Kann man es sich vor­stel­len, an der Kas­se grö­ße­re Sum­men ab­zu­he­ben, wäh­rend in der Schlan­ge drei, vier, fünf an­de­re Kun­den mit­hö­ren? Die Dis­kre­ti­on ist ge­ring. Bei ho­hen Be­trä­gen stellt sich zu­dem die Fra­ge der Si­cher­heit. Für an­spruchs­vol­le­re Bank-Di­enst­leis­tun­gen ist der Su­per­markt schlicht un­ge­eig­net.

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