So klingt die Wiesn

Ein Tusch, ein Pro­sit und dann „Die Krü­ge hoch!“: Auf dem Ok­to­ber­fest zu spie­len, das ist für vie­le Mu­si­ker ein Traum. Ei­ne Ge­schich­te über 18 Ta­ge Wiesn-Wahn­sinn, Ap­fel­schor­le im Mass­krug und die Fra­ge, war­um wir je­des Mal „Atem­los“mit­grö­len

Neu-Ulmer Zeitung - - Die Dritte Seite - VON IDA KÖ­NIG

Wenn sich die Tü­ren der U-Bah­nen an der The­re­si­en­wie­se öff­nen, strö­men tau­sen­de Men­schen in Dirndl und Krach­le­der­ner auf das Ok­to­ber­fest. Das Durch­ein­an­der von Deutsch, Ita­lie­nisch und Ja­pa­nisch ver­mischt sich mit Blas­mu­sik und Laut­spre­cher­durch­sa­gen, Tech­no­beats dröh­nen aus den Bo­xen am Au­toskoo­ter, Kin­der­ka­rus­sells dre­hen ih­re Run­den zu Jod­lern aus der Kon­ser­ve. Die An­sa­ger in den Kas­sen­häus­chen der Fahr­ge­schäf­te über­tö­nen Si­re­nen und Ge­tö­se mit ver­stärk­ter Stimm­ge­walt. Und aus den Zel­ten klingt dann wie­der, wie je­des Jahr zur Wiesn, die Hym­ne der Bier­se­li­gen: das Pro­sit der Ge­müt­lich­keit. 40 Mal spie­len „Die Nie­deral­mer“die Trink-Ani­ma­ti­on im Schüt­zen-Fest­zelt – an ei­nem ein­zi­gen Tag. In den nächs­ten 18 Ta­gen wer­den so hoch­ge­rech­net 720 Pro­sits zu­sam­men­kom­men. Und na­tür­lich 720 Mal „Die Krü­ge hoch!“Und da­für neh­men die meis­ten der Mu­si­ker so­gar Ur­laub.

Wal­ter Bank­ham­mer ist der Ka­pell­meis­ter und seit 20 Jah­ren mit­ten­drin im Ok­to­ber­fest-Tru­bel. Da­mals spiel­te er zum ers­ten Mal mit den „Nie­deral­mern“im Schüt­zen­Zelt

Fo­to: Alex­an­der Has­sen­stein, Get­ty

Tru­bel ge­hört zur Wiesn, aber auch die Tra­di­ti­on. In den nächs­ten 18 Ta­gen sind die Mu­si­ker auf dem Ok­to­ber­fest wie­der ge­for­dert.

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