Pfaf­fen­ho­fen be­grüßt neu­en Ka­plan

Je­an Ka­pe­na Mwan­za ist seit An­fang des Mo­nats in der Pfar­rei tä­tig. War­um es ihm in der Re­gi­on so gut ge­fällt – und was er in sei­ner Frei­zeit ger­ne macht

Neu-Ulmer Zeitung - - Weißenhorn, Senden Und Umgebung - VON WIL­LI BAUR

Un­mit­tel­bar nach der Rück­kehr von Pa­ter Ro­bin in sei­ne in­di­sche Hei­mat ist die zwei­te Pries­ter­stel­le der Pfar­rei­en­gemein­schaft von der Diö­ze­se Augs­burg wie­der be­setzt wor­den. Ka­plan Je­an Ka­pe­na Mwan­za hat sie über­nom­men und ist seit Mo­nats­be­ginn in den vier Pfar­rei­en und fünf Fi­li­al­kir­chen der Ge­mein­schaft als Seel­sor­ger tä­tig. Auch zur Freu­de von Pfar­rer Rein­fried Rim­mel, der den Ver­bund lei­tet und den jun­gen Kol­le­gen in den ers­ten Jah­ren nach der Pries­ter­wei­he be­treu­en wird. „Sehr ger­ne“, wie er zu­vor schon der Diö­ze­se ge­gen­über grund­sätz­lich ver­si­chert hat­te. „Auf die per­so­nel­le Zu­tei­lung aber hat man kei­nen Ein­fluss“, er­läu­tert der Geist­li­che das Aus­wahl­ver­fah­ren in Augs­burg.

Sein neu­er Mit­ar­bei­ter je­den­falls ist nach sei­nen ers­ten Er­fah­run­gen glück­lich über den Start in sei­nen nächs­ten Be­rufs­ab­schnitt. „Ich bin hier sehr herz­lich emp­fan­gen wor­den“, freut sich der 34-Jäh­ri­ge, der sich in Pfaf­fen­ho­fen und Holzheim be­reits bei Got­tes­diens­ten vor­ge­stellt hat. Er ha­be schon viel mit Leu­ten ge­re­det und da­bei ei­ne sehr po­si­ti­ve Re­so­nanz er­lebt.

Nicht min­der an­ge­tan zeigt sich der Ka­plan von sei­ner frisch re­no­vier­ten Woh­nung im Holz­hei­mer Pfarr­haus, die er un­längst be­zo­gen hat: „Die Pfar­rei hat al­les da­für ge­macht, dass ich mich hier wohl­füh- le“, dankt er den Ver­ant­wort­li­chen. „Da­für brin­ge ich jetzt et­was Far­be ins Dorf“, lacht Je­an Ka­pe­na Mwan­za und schlägt gleich ei­ne zwei­te ge­dank­li­che Brü­cke in sei­ne zen­tral­afri­ka­ni­sche Hei­mat: „Für mich ist be­son­ders schön, dass hier die Hei­zung so gut funk­tio­niert.“Die früh­herbst­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren las­sen ihn auch nach neun Jah­ren in Mit­tel­eu­ro­pa noch et­was frös­teln.

In die­ser Zeit ab­sol­vier­te er ei­nen Klos­ter­auf­ent­halt in Ös­ter­reich, dann sein Theo­lo­gie­stu­di­um in Hei­li­gen­kreuz bei Wi­en und in Augs­burg so­wie ein zwei­jäh­ri­ges pas­to­ra­les Prak­ti­kum in Gun­del­fin­gen. En­de Ju­ni ist Mwan­za im Augs­bur- ger Dom zum Pries­ter ge­weiht wor­den und konn­te we­ni­ge Ta­ge spä­ter in Gun­del­fin­gen sei­ne Pri­miz fei­ern, ei­ne Wo­che da­nach auch die Hei­mat­pri­miz in Kinsha­sa, Haupt­stadt der De­mo­kra­ti­schen Re­pu­blik Kon­go. Un­weit da­von, in Kol­we­zi, ist er zur Welt ge­kom­men, eben­so wie Pfar­rer Rim­mel in ei­ner Fa­mi­lie mit acht Ge­schwis­tern. „Schon mit 13 Jah­ren ha­be ich ge­spürt, dass ich Pries­ter wer­den möch­te“, er­in­nert sich der jun­ge Seel­sor­ger. Lan­ge vor dem Abitur in sei­ner rund 8000 Ki­lo­me­ter und zwölf Flug­stun­den ent­fern­ten Hei­mat al­so. „Al­ler­dings woll­te ich zu­nächst Mis­sio­nar wer­den, nicht nach Eu­ro­pa kom­men.“ Hier­her ge­führt ha­be ihn erst spä­ter „Got­tes Fü­gung“. Und die Fa­mi­lie zu Hau­se? „Sie ist sehr stolz auf mei­nen Weg“, be­merkt der Ka­plan, räumt frei­lich nach­denk­lich ein: „Dass ich so weit weg bin, ist schon schwie­rig für sie.“Auch dass er auf Dau­er in der Diö­ze­se blei­ben wer­de. „Denn für sie bin ich ja zum Pries­ter ge­weiht wor­den.“

Be­fris­tet je­den­falls ist sein Wir­ken in der Pfar­rei­en­gemein­schaft. „Im Nor­mal­fall sind es zwei bis drei Jah­re“, sagt Rein­fried Rim­mel und macht in die­sem Zu­sam­men­hang deut­lich: „Un­ab­hän­gig vom Wohn­ort ist der Ka­plan na­tür­lich für al­le Ge­mein­den glei­cher­ma­ßen da.“Mit wel­chen Schwer­punk­ten, das wer­de sich mit der Zeit er­ge­ben. „Jetzt darf er erst ein­mal in die Auf­ga­ben rein­wach­sen.“Mit­hin Got­tes­diens­te in nicht we­ni­ger als neun Kir­chen, die all­ge­mei­ne Seel­sor­ge und Un­ter­richt in Schu­len und Kin­der­gär­ten.

Zeit für ein paar Hob­bys soll gleich­wohl blei­ben. Er spie­le ger­ne Fuß­ball, lässt Je­an Ka­pe­na Mwan­za durch­bli­cken. Auch Jog­gen schätzt er und Ki­no, nicht zu ver­ges­sen „ab und zu ei­nen Kaf­fee mit mei­nen Freun­den aus dem Pries­ter­se­mi­nar“. Ge­mein­sa­mes Ko­chen, wie es Pfar­rer Rim­mel ge­le­gent­lich auf ge­ho­be­nem Ni­veau mit sei­nem Vor­gän­ger prak­ti­ziert hat, ist bis­lang nicht an­ge­sagt. „Ich kann es zwar ein we­nig“, be­kannt der Nach­fol­ger, „aber wenn es schwie­rig wird, muss ich mei­ne Mut­ter an­ru­fen“.

Der Bahn­über­gang in Wei­ßen­horn wird län­ger ge­sperrt sein, als ur­sprüng­lich ge­plant. Das teil­te das Land­rats­amt am Frei­tag mit. Ei­nen Grund teil­te die Be­hör­de nicht mit. Beim Bahn­über­gang wer­de der­zeit Fern­wär­me­lei­tun­gen ver­legt. Die­se Ar­bei­ten dau­ern wohl län­ger. Der Bahn­über­gang im Ab­schnitt Adolf-Wolf-Stra­ße bis Her­zog-Ge­org-Stra­ße (Staats­stra­ße 2019) bleibt bis ein­schließ­lich Frei­tag, 29. Sep­tem­ber, kom­plett zu. Ur­sprüng­lich soll­ten die Bau­ar­bei­ten be­reits am gest­ri­gen Frei­tag be­en­det sein. Die Um­lei­tung er­folgt über die Her­zog-Ge­org-Stra­ße und die Ul­mer Stra­ße. (az) En­de Sep­tem­ber sol­len die Bau­ar­bei­ten für den neu­en Park­platz süd­lich von Rog­gen­burg be­gin­nen. Jetzt hat der Ge­mein­de­rat mehr­heit­lich be­schlos­sen, vor­erst noch kei­ne Be­leuch­tung an­brin­gen zu las­sen. Die Lei­tun­gen für die spä­te­re In­stal­la­ti­on sol­len aber im Zu­ge der Erd­ar­bei­ten be­reits ge­legt wer­den. Bis auf ei­nen Rat stimm­ten die Mit­glie­der dem Vor­schlag des Bür­ger­meis­ters zu, mit der Fest­le­gung auf die Lam­pen noch zu war­ten. Stölz­le hat­te er­klärt, ei­ne Be­leuch­tung nach DIN-Norm sei mit rund 50 000 Eu­ro Kos­ten zu teu­er. Es sei sinn­vol­ler, die be­ste­hen­de Stra­ßen­be­leuch­tung bis zum Park­platz wei­ter­zu­füh­ren und im Win­ter zu prü­fen, wel­che wei­te­ren Licht­quel­len not­wen­dig sind. Da­ge­gen war nur Tho­mas Fran­ke. Er woll­te nicht „in drei Jah­ren wie­der an­fan­gen“. (ahoi)

Fo­to: Wil­li Baur

Pfar­rer Rein­fried Rim­mel (rechts) freut sich auf die Zu­sam­men­ar­beit mit dem Ka­plan der Pfar­rei­en­gemein­schaft Pfaf­fen­ho­fen, Je­an Ka­pe­na Mwan­za.

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