Lernt Ita­li­en aus den Feh­lern der Ver­gan­gen­heit?

Neu-Ulmer Zeitung - - Sport - VON TILMANN MEHL time@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Dass ein Schock heil­sam sein kann, be­haup­tet nur, wer nicht von die­sem angst­er­fül­len­den Mo­ment be­trof­fen ist. Und – wenn es gut läuft – je­ne, die Jah­re spä­ter be­haup­ten kön­nen: Durch die­sen ein­schnei­den­den Au­gen­blick nahm mein Le­ben ei­ne Wen­dung zum Gu­ten. So wie der Ket­ten­rau­cher, der dem Ni­ko­tin nach ei­nem Herz­in­farkt ab­schwört, statt we­nig spä­ter dem Lun­gen­krebs zu er­lie­gen.

Für Gi­an­lu­i­gi Buf­fon und die an­de­ren al­tern­den ita­lie­ni­schen He­ro­en wird die­ser Schock nie­mals ei­ne heilsa­me Wir­kung ent­fal­ten. Ih­re Kar­rie­re im Na­tio­nal­tri­kot ist vor­bei. Ge­en­det mit der schlimms­ten Schmach in der Ge­schich­te des ita­lie­ni­schen Fuß­balls. Ver­spielt hat die Squa­dra Az­zur­ra die Teil­nah­me an der WM aber nicht mit dem 0:0 ge­gen Schwe­den. Das war le­dig­lich der Stoß von ei­ner Klip­pe, die senk­recht in die Tie­fe führt.

Das Team schei­ter­te bei den ver­gan­ge­nen bei­den Welt­meis­ter­schaf­ten be­reits in der Vor­run­de. Wäh­rend der letz­ten EM schwang sich das Team noch­mals zu ei­ner tak­ti­schen Glanz­leis­tung auf, konn­te aber auch da schon nicht über man­geln­des Ta­lent hin­weg­täu­schen. Nun fehl­ten Na­tio­nal­trai­ner Gi­an Pie­ro Ven­tura die nö­ti­gen

Fo­to: Eibner

Fast hät­te es nach der ers­ten Nie­der­la­ge für die deut­sche Mann­schaft seit 2016 aus­ge­se­hen, doch mit sei­nem Tor in der Nach­spiel­zeit ret­te­te Lars St­indl (links) dem Team das 2:2. Ma­rio Göt­ze fei­ert mit dem Torschützen.

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