Wie starb die Rie­ser Land­wir­tin?

In der Re­gi­on wird über die Tat spe­ku­liert

Neu-Ulmer Zeitung - - Bayern - VON MAR­TI­NA BACHMANN

Birk­hau­sen Vie­le Men­schen im Ries sind an­ge­sichts des To­des ei­ner 51-Jäh­ri­gen in Birk­hau­sen er­schüt­tert. Wie be­rich­tet, soll der Ehe­mann sei­ne Frau in dem Orts­teil der Ge­mein­de Wal­ler­stein im Land­kreis Do­nau-Ries ge­tö­tet ha­ben. Ge­gen ihn wur­de Haft­be­fehl we­gen des drin­gen­den Ver­dachts des Tot­schlags er­las­sen. In der Re­gi­on wird über Mo­tiv und Ta­ther­gang spe­ku­liert. Von der Staats­an­walt­schaft Augs­burg und der Kri­mi­nal­po­li­zei Dil­lin­gen gab es am Di­ens­tag kei­ne neu­en In­for­ma­tio­nen, auch nicht zur To­des­ur­sa­che. Ei­ne Ob­duk­ti­on hat­te ei­ne nicht na­tür­li­che To­des­ur­sa­che er­ge­ben. Der Leich­nam der Frau war am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag im Be­reich ei­ner Gül­le­gru­be auf ih­rem land­wirt­schaft­li­chen An­we­sen ge­fun­den wor­den. Nach In­for­ma­tio­nen un­se­rer Zei­tung war der Kör­per mit Gül­le be­schmiert. Die Land­wir­tin hat­te auf ih­rem Hof Schwei­ne ge­hal­ten. Die Fä­ka­li­en der Tie­re wur­den in ei­ner recht­ecki­gen Gül­le­gru­be ge­sam­melt. Sol­che Gru­ben kön­nen zwi­schen zwei und vier Me­ter tief sein.

Der Kreis­ob­mann des Baye­ri­schen Bau­ern­ver­bands, Karl­heinz Götz, sagt, dass sich meist ei­ne et­wa ein mal ein Me­ter gro­ße Öff­nung an der Ober­sei­te be­fin­de, die ent­we­der mit ei­ner Be­ton­plat­te oder mit Holz­bal­ken ab­ge­deckt wer­de. Die Gül­le wer­de aus der Gru­be ab­ge­saugt und mit ei­nem Fass auf das Feld ge­fah­ren. In­ner­halb von vier St­un­den müs­se die Mas­se in den Acker ein­ge­ar­bei­tet wer­den, sagt Götz. Wie ge­fähr­lich so ei­ne Gül­le­gru­be sei, brin­ge man auf ei­nem Bau­ern­hof be­reits Kin­dern bei, be­tont der Kreis­ob­mann. Denn dar­in bil­de­ten sich gif­ti­ge Ga­se. Und die sind, wie Götz er­klärt, selbst dann noch in der Gru­be, wenn die Gül­le längst ab­ge­saugt sei. Des­halb rei­ni­ge man sol­che Gru­ben in der Re­gel nicht. Im Be­trieb müss­ten ei­ne Ret­tungs­hau­be und ein Seil vor­han­den sein, sagt Götz, denn: „Da hilft nur ei­ne ganz schnel­le Ret­tung.“

Der Bür­ger­meis­ter der Ge­mein­de Wal­ler­stein, Jo­seph May­er, sag­te am Di­ens­tag auf An­fra­ge un­se­rer Zei­tung, den Men­schen im Ort sei es ein Be­dürf­nis, dass der Fall schnell auf­ge­klärt wer­de, da­mit wie­der Ru­he ein­keh­re.

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