Wo bleibt der Auf­schrei?

Neuburger Rundschau - - Meinung & Dialog -

Zu „Wie christ­li­che Kir­chen in der Tür­kei be­droht sind“(Po­li­tik) vom 24. Au­gust: Sie­ben Jahr­hun­der­te, be­vor es den Is­lam gab, gab es schon das Chris­ten­tum, das auf dem Ge­biet der heu­ti­gen Tür­kei gro­ße An­fän­ge hat­te. Die Arä­mä­er, die schon vor hun­dert Jah­ren im Os­ma­ni­schen Reich ihr Le­ben las­sen muss­ten, sind ja ei­nes der äl­tes­ten christ­li­chen Völ­ker. Nun wird sys­te­ma­tisch das noch ein biss­chen be­ste­hen­de Chris­ten­tum in der Tür­kei durch Ver­fol­gung, Ent­eig­nun­gen und Ver­staat­li­chung der Kir­chen aus­ge­merzt, wäh­rend bei uns in Eu­ro­pa und auch vor al­lem in Deutsch­land mas­sen­haft Mo­sche­en ge­baut wer­den dür­fen. Wo bleibt da der Auf­schrei in un­se­rem „christ­li­chen Abend­land“? Wer pro­tes­tiert ge­gen die Aus­mer­zung des Chris­ten­tums in den is­la­mi­schen Län­dern? Das ist doch fal­sche Rück­sicht­nah­me ge­gen­über den is­la­mi­schen Län­dern und Krie­cher­tum in Rich­tung des tür­ki­schen Prä­si­den­ten.

Hil­de­gard Pelz, Ben­nin­gen

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