Künf­ti­ger Pen­ta­gon-Chef skep­tisch ge­gen­über Russ­land

Mat­tis be­zeich­net Na­to als das er­folg­reichs­te Mi­li­tär­bünd­nis der mo­der­nen Ge­schich­te – Trump re­agiert ge­las­sen

Neue Osnabrucker Zeitung - Bad Laer, Bad Rothenfelde, Dissen, G - - POLITIK - dpa/AFP

WA­SHING­TON. Der künf­ti­ge US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Ja­mes Mat­tis hat sich für ei­ne Po­li­tik der Ab­schre­ckung ge­gen­über Russ­land stark­ge­macht und die Ver­bun­den­heit der USA mit der Na­to un­ter­stri­chen. Man müs­se sich dar­über im Kla­ren sein, dass der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Pu­tin ver­su­che, die Na­to aus­ein­an­der­zu­trei­ben, sag­te Mat­tis bei ei­ner An­hö­rung im Ver­tei­di­gungs­aus­schuss des Se­nats. Die US-Re­gie­rung müs­se ih­re Al­li­anz ge­gen Russ­land stär­ken und be­reit sein, so­wohl di­plo­ma­ti­sche als auch mi­li­tä­ri­sche Ab­schre­ckungs­maß­nah­men zu er­grei­fen, un­ter­strich der pen­sio­nier­te VierS­ter­ne-Ge­ne­ral.

Mat­tis sag­te, die Na­to sei das er­folg­reichs­te Mi­li­tär­bünd­nis der mo­der­nen Ge­schich­te. „Mei­ne An­sicht ist, dass Na­tio­nen mit Ver­bün­de­ten Er­folg ha­ben, Na­tio­nen oh­ne Ver­bün­de­te nicht.“Er sei für ei­ne dau­er­haf­te Prä­senz des US-Mi­li­tärs in den bal­ti­schen Staa­ten.

Der 66-Jäh­ri­ge äu­ßer­te sich da­mit deut­lich an­ders, als es der de­si­gnier­te US-Prä­si­dent Do­nald Trump in der Ver­gan­gen­heit ge­tan hat. Er hat­te im Wahl­kampf wie­der­holt kri­ti­sche Tö­ne an­ge­schla­gen. Au­ßer­dem mach­te er sich für bes­se­re Be­zie­hun­gen zu Russ­land stark. Auch Trumps Kan­di­dat für den Pos­ten des CIA-Chefs, Mi­ke Pom­peo, äu­ßer­te sich sehr kri­tisch über Mos­kau. Es sei „ziem­lich ein­deu­tig“, dass Russ­land ver­sucht ha­be, Ein­fluss auf die Prä­si­dent­schafts­wahl zu neh­men.

Der künf­ti­ge US-Prä­si­dent stört sich nach ei­ge­nen Wor­ten nicht dar­an, wenn die für die neue Re­gie­rung aus­ge­wähl­ten Mi­nis­ter und er selbst in zen­tra­len Fra­gen von­ein­an­der ab­wei­chen­de Mei­nun­gen ver­tre­ten. Die künf­ti­gen Ka­bi­netts­mit­glie­der leis­te­ten ei­ne „groß­ar­ti­ge Ar­beit“, er­klär­te Trump am Frei­tag beim Kurz­nach­rich­ten­dienst Twit­ter. „Ich möch­te, dass sie sie selbst sind und ih­re ei­ge­nen Ge­dan­ken vor­tra­gen, nicht mei­ne!“

Fo­to: AFP

Stell­te sich dem Se­nat: Ja­mes Mat­tis.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.