Pis­to­ri­us kan­di­diert in Os­na­brück

Bei der Land­tags­wahl im Ja­nu­ar 2018

Neue Osnabrucker Zeitung - Bad Laer, Bad Rothenfelde, Dissen, G - - OSNABRÜCK -

OS­NA­BRÜCK. In­nen­mi­nis­ter Bo­ris Pis­to­ri­us (SPD) will bei der Land­tags­wahl 2018 im Wahl­kreis Os­na­brück-West als Di­rekt­kan­di­dat an­tre­ten. Das kün­dig­te der ehe­ma­li­ge Os­na­brü­cker Ober­bür­ger­meis­ter am Frei­tag­abend beim Neu­jahrs­emp­fang der SPD an.

Wenn Pis­to­ri­us von der Par­tei no­mi­niert wird, woran kei­ner zwei­felt, wird er Kon­tra­hent von Burk­hard Jas­per (CDU), der den west­li­chen Wahl­kreis 2013 ge­wann. Im Wahl­kreis Os­na­brück-Ost (77) will Frank Hen­ning sein Man­dat ver­tei­di­gen, wie er beim ers­ten Neu­jahrs­emp­fang der So­zi­al­de­mo­kra­ten im Ho­tel Wal­hal­la an­kün­dig­te.

„Wir er­öff­nen hier­mit heu­te den Wahl­kampf “, hat­te die Un­ter­be­zirks­vor­sit­zen­de Ant­je Schul­te-Sch­oh den Abend be­gon­nen. „Ich bin im Wahl­kampf­mo­dus, von mir aus kann es so­fort los­ge­hen“, sag­te sie kämp­fe­risch vor et­wa 50 Par­tei­ge­nos­sen und Ver­tre­tern von Wohl­fahrts­or­ga­ni­sa­tio­nen und öf­fent­li­chen Ein­rich­tun­gen.

Schul­te-Sch­oh äu­ßer­te sich wie auch Pis­to­ri­us, Hen­ning und der Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­te Ti­mo Wöl­ken „er­schüt­tert“über das An­wach­sen des Rechts­po­pu­lis­mus und Na­tio­na­lis­mus in vie­len Län­dern Eu­ro­pas. Wie kann ei­ne frei­heit­li­che Ge­sell­schaft dem be­geg­nen? „In­dem wir de­nen, die sich als Ab­ge­häng­te füh­len, sa­gen: Du bist ei­ner von uns.“Die SPD sei die Par­tei, die für den ge­sell­schaft­li­chen Zu­sam­men­halt und so­zia­le Ge­rech­tig­keit ste­he. Pis­to­ri­us blick­te zu­nächst auf ein „schwie­ri­ges Jahr 2016“zu­rück, das von Ter­ror und schril­len Tö­nen ge­prägt war. Be­son­ders ins Ge­richt ging Pis­to­ri­us mit der Par­tei, „de­ren Na­men ich nicht nen­ne“. Die­se Par­tei, die AfD, trei­be ei­nen Keil in die Ge­sell­schaft und be­trei­be mit dem Flücht­lings­the­ma Po­li­tik in ei­ge­ner Sa­che. „Wi­der­wär­tig“sei das, so­gar „Volks­ver­het­zung“. Pis­to­ri­us mahn­te, in der ak­tu­el­len Si­cher­heits­de­bat­te nicht zu über­zie­hen. Die SPD ste­he für ei­nen star­ken Staat, aber nicht für ei­nen Über­wa­chungs­staat. Die in­ne­re Si­cher­heit sei aktuell das be­herr­schen­de The­ma, aber nicht das Kern­the­ma der SPD. „Die SPD ist die Par­tei, die am meis­ten von ge­sell­schaft­li­chem Zu­sam­men­halt und So­li­da­ri­tät ver­steht“, sag­te Pis­to­ri­us. So äu­ßer­te sich auch der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Hen­ning, der sich kurz­fass­te: „Wir ste­hen an der Sei­te der klei­nen Leu­te.“

Bo­ris Pis­to­ri­us (SPD) tritt 2018 in Wahl­kreis Os­na­brück-West an. Fo­to: Ebe­ner

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