Kur­den-Chef im Irak zieht sich zu­rück

Neue Osnabrucker Zeitung - Bissendorf, Belm - - POLITIK -

dpa ER­BIL. Nach dem Rück­schlag im Kampf um ei­nen un­ab­hän­gi­gen Kur­den­staat will sich der Prä­si­dent der ira­ki­schen Min­der­heit Me­dien­be­rich­ten zu­fol­ge zu­rück­zie­hen. Mas­sud Bar­sa­ni wer­de nach Ablauf sei­nes Man­dats am 1. No­vem­ber vom höchs­ten Pos­ten der Au­to­no­mie­re­gi­on im Nord­irak ab­tre­ten. Er selbst wer­de der „Na­ti­on“als Pe­schmer­gaKämp­fer er­hal­ten blei­ben. Das geht aus ei­nem Brief her­vor, der am Sonn­tag im Re­gio­nal­par­la­ment in Er­bil ver­le­sen wur­de.

Bar­sa­ni hat­te sich mit dem Ab­hal­ten ei­nes Un­ab­hän­gig­keits­re­fe­ren­dums der ira­ki­schen Kur­den En­de Sep­tem­ber ver­kal­ku­liert. Zwar vo­tier­ten die Kur­den prak­tisch ge­schlos­sen für die Ab­spal­tung von Bag­dad, doch star­te­te die ira­ki­sche Zen­tral­re­gie­rung dar­auf­hin ei­ne Mi­li­tär­of­fen­si­ve, bei der sie den Kur­den prak­tisch al­le Ge­bie­te au­ßer­halb der Au­to­no­mie­re­gi­on ab­nahm. Ins­be­son­de­re der Ver­lust der Re­gi­on Kir­kuk mit ih­ren gro­ßen Öl­fel­dern ist ein schwe­rer Schlag für die Kur­den.

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