Schäu­b­le maß­re­gelt AfD

Fall Su­san­na: Schwei­ge-Ak­ti­on ver­letzt Wür­de des Par­la­ments

Neue Osnabrucker Zeitung - Bissendorf, Belm - - POLITIK - Dpa

BERLIN Bun­des­tags­prä­si­dent Wolf­gang Schäu­b­le (CDU) hat die AfD-Frak­ti­on und den Ab­ge­ord­ne­ten Tho­mas Seitz we­gen ih­rer Schwei­ge-Ak­ti­on im Fall Su­san­na scharf ge­rügt. „Ein ein­zel­ner Ab­ge­ord­ne­ter darf den Bun­des­tag nicht durch ei­nen ei­gen­mäch­ti­gen Auf­ruf zu ei­ner Schwei­ge­mi­nu­te für sei­ne Zwe­cke ver­ein­nah­men“, sag­te Schäu­b­le ges­tern im Par­la­ment. Die AfD-Frak­ti­ons­chefs Ali­ce Wei­del und Alex­an­der Gau­land war­fen Schäu­b­le vor, sich nicht neu­tral zu ver­hal­ten.

Seitz hat­te vo­ri­gen Frei­tag im Bun­des­tag gesagt, er wid­me sei­ne Re­de­zeit der ge­tö­te­ten Su­san­na. Das 14-jäh­ri­ge Mäd­chen war vor ei­ni­gen Ta­gen tot in Wies­ba­den auf­ge­fun­den wor­den. Tat­ver­däch­tig ist ein Flücht­ling. Seitz hat­te an­schlie­ßend de­mons­tra­tiv ge­schwie­gen – wie die Ab­ge­ord­ne­ten sei­ner Frak­ti­on, die sich zum Teil von ih­ren Plät­zen er­ho­ben.

Über Schwei­ge­mi­nu­ten im Par­la­ment ent­schei­de al­lei­ne der Bun­des­tags­prä­si­dent, stell­te Schäu­b­le klar. Mit der Wür­de des Par­la­ments sei es „nicht ver­ein­bar, wenn auch nur der An­schein der In­stru­men­ta­li­sie­rung der Op­fer von Ver­bre­chen ent­steht.“Streit im Par­la­ment müs­se Re­geln fol­gen.

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