La­w­row: Re­no­vie­rung des ge­mein­sa­men Eu­ro­pa-Hau­ses an­pa­cken

Au­ßen­mi­nis­ter Maas und sein rus­si­scher Amts­kol­le­ge für bes­se­re Be­zie­hun­gen / Kei­ne Ei­ni­gung zu Sy­ri­en

Neue Osnabrucker Zeitung - Bissendorf, Belm - - VORDERSEITE - Dpa

BERLIN Vier Jah­re nach Be­ginn der Ukrai­ne-Kri­se hat der rus­si­sche Au­ßen­mi­nis­ter Ser­gej La­w­row bei ei­nem Deutsch­land­be­such ein­dring­lich für ei­ne Neu­aus­rich­tung der Be­zie­hun­gen zwi­schen Russ­land und der EU ge­wor­ben. „Wir soll­ten ei­ne Re­no­vie­rung des ge­mein­sa­men eu­ro­päi­schen Hau­ses an­pa­cken“, sag­te er ges­tern in ei­ner Grund­satz­re­de in Berlin. Er for­der­te Deutsch­land auf, in dem An­nä­he­rungs­pro­zess ei­ne füh­ren­de Rol­le ein­zu­neh­men.

Auch Au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas schlug ver­söhn­li­che Tö­ne an. „Dif­fe­ren­zen schlie­ßen in­ten­si­ve Be­zie­hun­gen nicht aus“, sag­te er. „Wir wer­den nur im Dia­log mit Russ­land zu Er­geb­nis­sen kom­men.“La­w­row und Maas be­en­de­ten das deutsch-rus­si­sche Jahr der Städ­te­part­ner­schaf­ten und star­te­ten ein zwei­jäh­ri­ges Pro­jekt für ei­ne stär­ke­re Hoch­schul­ko­ope­ra­ti­on.

Maas for­der­te La­w­row dar­über hin­aus da­zu auf, sich da­für ein­zu­set­zen, dass ei­ne Groß­of­fen­si­ve ge­gen die letz­te sy­ri­sche Re­bel­len­hoch­burg Id­lib aus­bleibt. Ein sol­cher An­griff kön­ne „am Schluss Zig­tau­sen­de Men­schen das Le­ben kos­ten“, sag­te er. Russ­land müs­se auch sei­nen Ein­fluss auf den sy­ri­schen Prä­si­den­ten Ba­schar al-As­sad gel­tend ma­chen, um ei­nen Ein­satz von Che­mie­waf­fen „un­ter al­len Um­stän­den“zu ver­hin­dern. La­w­row wies Vor­wür­fe zu­rück, die sy­ri­schen Re­gie­rungs­trup­pen plan­ten ei­nen Gift­ga­s­ein­satz. „Es gibt kei­nen ein­zi­gen Nach­weis, dass die Re­gie­rung sich auf so et­was vor­be­rei­tet“, sag­te er.

Berlin-Mos­kau: mehr da­zu auf noz.de/po­li­tik

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.