Tür­kei: Mehr als 18 000 Fest­nah­men

Neue Osnabrucker Zeitung - Georgsmarienhutte, Bad Iburg, Hilter - - POLITIK -

AN­KA­RA. Nach dem Putsch­ver­such in der Tür­kei steigt die Zahl der Fest­nah­men an. In­nen­mi­nis­ter Ef­kan Ala sag­te, in­zwi­schen sei­en 18 044 Ver­däch­ti­ge mit mut­maß­li­chen Ver­bin­dun­gen zur Gü­len-Be­we­gung fest­ge­nom­men wor­den. Ge­gen 9677 da­von sei Haft­be­fehl er­las­sen wor­den.

Um die Flucht von Ver­däch­ti­gen ins Aus­land zu ver­hin­dern, wur­den nach Alas An­ga­ben bis­lang 49 211 tür­ki­sche Rei­se­päs­se für un­gül­tig er­klärt. Die Re­gie­rung be­schul­digt den in den USA le­ben­den Pre­di­ger Fe­thul­lah Gü­len, für den Putsch­ver­such vom 15. Ju­li ver­ant­wort­lich zu sein. Staats­prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan hat per Not­stands­de­kret ver­fügt, dass Ver­däch­ti­ge bis zu 30 Ta­ge in Po­li­zei­ge­wahr­sam ge­hal­ten wer­den kön­nen, be­vor sie ei­nem Haft­rich­ter vor­ge­führt wer­den müs­sen. Zu­vor wa­ren es vier Ta­ge.

Un­ter­des­sen er­klär­te der tür­ki­sche Au­ßen­mi­nis­ter Mev­lüt Ca­vu­sog­lu, mög­li­cher­wei­se wer­de per Volks­ent­scheid über die Wie­der­ein­füh­rung der To­des­stra­fe in sei­nem Land ab­ge­stimmt. Die tür­ki­sche Re­gie­rungs­par­tei AKP be­fin­det sich laut Ca­vu­sog­lu un­ter gro­ßem öf­fent­li­chen Druck, die To­des­stra­fe wie­der ein­zu­füh­ren.

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