Nähr­bo­den für Is­la­mis­ten

Neue Osnabrucker Zeitung - Georgsmarienhutte, Bad Iburg, Hilter - - DIALOG - Wolf­gang Hack­mann Os­na­brück

Zum Ar­ti­kel „Ex­per­te: Ra­di­ka­li­sie­rung schon im An­satz stop­pen“(Aus­ga­be vom 21. Ju­li).

„Es reicht nicht, dass ei­ne grö­ße­re Auf­merk­sam­keit von Leh­rern ge­for­dert wird, da vie­le jun­ge Flücht­lin­ge gar nicht erst die Schu­le be­su­chen, son­dern sich selbst über­las­sen in ih­ren Flücht­lings­un­ter­künf­ten ,le­ben‘ . […] Vie­le der jun­gen Men­schen kom­men um vor Lan­ge­wei­le und wis­sen nicht, wie sie sich be­schäf­ti­gen sol­len. Das ist doch ein ech­ter Nähr­bo­den für Is­la­mis­ten und An­ders­den­ken­de, sich die­ser Men­schen zu be­die­nen.

Wo bleibt denn der Staat, wenn es dar­um geht, Flücht­lin­gen ei­ne ver­nünf­ti­ge Per­spek­ti­ve auf­zu­zei­gen? Ar­bei­ten dür­fen sie nicht. Zur Schu­le ge­hen kön­nen sie, wenn sie wol­len. Die Be­ar­bei­tung ih­rer Asyl­an­trä­ge zieht sich mo­na­te­lang hin, wenn sie dann über­haupt zu ei­nem Ge­spräch ein­ge­la­den wer­den.

Das Bamf Braun­schweig hat al­le Zeit der Welt, Vor­gän­ge zu be­ar­bei­ten. Die von mir eh­ren­amt­lich be­treu­ten Sy­rer war­ten in­zwi­schen seit elf Mo­na­ten (!) auf ih­re Aus­wei­se. En­de of­fen. Und das scheint Nor­ma­li­tät in Deutsch­land ge­wor­den zu sein. […] Das ist das Schlim­me, was der­zeit – nicht nur in Deutsch­land – pas­siert. Kei­ne ver­nünf­ti­ge Per­spek­ti­ve, so­mit kei­ne In­te­gra­ti­on und so­mit kei­ne Zu­kunft, die von Dau­er sein könn­te. […] Von Will­kom­mens­kul­tur ist nichts mehr üb­rig ge­blie­ben.“

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