Nie­mand soll oh­ne war­me Mahl­zeit le­ben

Initia­ti­ve der KAB Hei­lig Geist Oe­se­de

Neue Osnabrucker Zeitung - Georgsmarienhutte, Bad Iburg, Hilter - - SÜDKREIS -

GE­ORGS­MA­RI­EN­HÜT­TE. Die Ka­tho­li­sche Ar­beit­neh­mer-Be­we­gung (KAB) der Kir­chen­ge­mein­de Hei­lig Geist Oe­se­de hat bei der Stadt den An­trag ge­stellt, es zu er­mög­li­chen, dass in GMHüt­te Be­dürf­ti­ge ei­ne war­me Mahl­zeit er­hal­ten.

„Nie­mand soll in GMHüt­te aus ma­te­ri­el­ler Not ei­nen Tag oh­ne ein war­mes Ge­tränk und war­mes Es­sen le­ben müs­sen“, heißt es in dem Schrei­ben an Bür­ger­meis­ter Ans­gar Pohl­mann. Die KAB der Hei­lig-Geist-Ge­mein­de for­dert da­rin, dass für „be­dürf­ti­ge Per­so­nen die Mög­lich­keit ein­ge­rich­tet wird, ei­ne war­me Mahl­zeit und Warm­ge­trän­ke ein­zu­neh­men.“Mit der KAB der Kir­chen­ge­mein­de St. Pe­ter und Paul Oe­se­de ge­be es hin­sicht­lich des An­lie­gens ei­nen „en­gen Kon­takt“.

Schrei­ben an die Stadt

Die zu­stän­di­gen Gre­mi­en und Stel­len wer­den auf­ge­for­dert, spä­tes­tens bis „zur nächs­ten kal­ten Jah­res­zeit im Herbst die­ses Jah­res die Vor­aus­set­zun­gen“für ein sol­ches An­ge­bot zu schaf­fen. Die KAB Hei­lig Geist hat den Be­schluss in ih­rer Jah­res­haupt­ver­samm­lung ge­fasst. Als Be­grün­dung wird in dem Schrei­ben an die Stadt aus­ge­führt: Es sei „ein Är­ger­nis und für uns be­schä­mend, wenn un­ter den wirt­schaft­li­chen und so­zia­len Be­din­gun­gen in Deutsch­land – auch in der Stadt GMHüt­te – es Men­schen ma­te­ri­ell nicht mög­lich ist, täg­lich ein­mal warm zu es­sen und zu trin­ken.“Hier wird auch dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die ehe­mals da­für im Un­ter­ge­schoss des Al­ten- und Pfle­ge­hei­mes St. Jo­sef vor­ge­hal­te­ne Ge­le­gen­heit nicht mehr be­steht.

Ei­ne täg­li­che war­me Mahl­zeit tra­ge für den Men­schen zur Er­hal­tung der kör­per­li­chen und see­li­schen Ge­sund­heit so­wie zur Wah­rung der Hy­gie­ne bei. „Sie er­hält und fes­tigt die Ein­bin­dung in die so­zia­le Ge­mein­schaft, und sie ach­tet die Wür­de der mensch­li­chen Per­son, hier der Be­dürf­ti­gen“, heißt es wei­ter.

Aus Sicht der KAB Hei­lig Geist sei dies zugleich vor Ort ein ak­ti­ver Bei­trag im von Papst Fran­zis­kus aus­ge­ru­fe­nen „Hei­li­gen Jahr der Barm­her­zig­keit“– ge­hör­ten doch „Hung­ri­ge spei­sen“und „Durs­ti­ge trän­ken“nach dem Mat­thä­us-Evan­ge­li­um (Ka­pi­tel 25, Vers 35 fol­gen­de) zu den Wer­ken der Barm­her­zig­keit. 2016 for­de­re des­halb be­son­ders da­zu her­aus, das frü­he­re An­ge­bot der Stadt wie­der­zu­be­le­ben, stellt die KAB Hei­lig Geist ab­schlie­ßend her­aus.

Fo­to: imago/Jür­gen Hein­rich

Be­dürf­ti­ge sol­len in Ge­orgs­ma­ri­en­hüt­te auf Wunsch ei­ne war­me Mahl­zeit be­kom­men. Da­für setzt sich die KAB ein.

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