TER­MI­NE

Deutsch-Pop­band Ton­band­ge­rät gas­tiert am Mitt­woch im Ro­sen­hof

Neue Osnabrucker Zeitung - Georgsmarienhutte, Bad Iburg, Hilter - - VORDERSEITE - Von Tho­mas Wüb­ker

Ki­no­pro­gramm, Ser­vice und Ver­an­stal­tun­gen in un­se­rer Re­gi­on.

An­fang Sep­tem­ber wur­de das neue Al­bum „Zwi­schen all dem Lärm“der Deutsch-Pop­band Ton­band­ge­rät ver­öf­fent­licht. Am Mitt­woch, 17. Ok­to­ber, stellt es das Quar­tett im Ro­sen­hof in Os­na­brück vor.

OS­NA­BRÜCK Über das neue Al­bum sagt So­phia Pop­pen­sie­ker, Gi­tar­ris­tin und Song­schrei­be­rin bei Ton­band­ge­rät, dass der Ti­tel „Zwi­schen all dem Lärm“für sie et­was Schwe­ben­des ha­be. Die Lie­der er­zäh­len von der Frei­bad­wie­se der Kind­heit, von Korn und Brau­se als Te­enager und vom Er­wach­sen­wer­den. Die Text­zei­le „Tschüss Kar­rie­re­lei­ter, ich nehm die Grau­stu­fen“bringt so ziem­lich auf den Punkt, was das neue Al­bum aus­macht.

Die Band Ton­band­ge­rät wur­de 2007 von So­phia Pop­pen­sie­ker und ih­rer Schwes­ter Isa ge­grün­det. Sie wur­de kom­plet­tiert von Sän­ger Ole Specht und Ja­kob Su­dau am Schlag­zeug.

Fünf Jah­re nach der Band­grün­dung gab es den New Mu­sic Award der jun­gen ARD-Ra­dio­sen­der, den auch Kraft­klub und Bo­na­par­te er­hiel­ten. 2013 folg­te der Ham­bur­ger Mu­sik­preis „Hans“. Ein Jahr spä­ter be­leg­te Ton­band­ge­rät beim Bun­des­vi­si­on Song Con­test den fünf­ten Platz. Auch im Aus­land wur­de der Na­me der Band be­kann­ter. Das Goe­the-In­sti­tut schick­te das Quar­tett durch die USA, Is­ra­el, Chi­na und Tsche­chi­en.

Doch ir­gend­wann sta­gnier­te die Kar­rie­re von Ton­band­ge­rät. Die Band konn­te mit ih­rem In­die-Pop vie­le Kri­ti­ker über­zeu­gen und schramm­te mit dem zwei­ten Al­bum „Wenn das Feu­er­werk lan­det“gera­de so eben an den Top 10 vor­bei. Doch die Rich­tung, in die die Band fah­ren woll­te, war nicht klar.

Al­so ent­schie­den sich die vier Mu­si­ker für die Grau­stu­fen. Die al­te Plat­ten­fir­ma ver­lang­te Hits, woll­te die Band ir­gend­wo zwi­schen Andre­as Bou­ra­ni, Glas­per­len­spiel und He­le­ne Fi­scher ver­or­ten. Aber die Ham­bur­ger woll­ten nicht. Sie wech­sel­ten zu Co­lum­bia und spiel­ten ei­ne Plat­te ein, die zwar mit Me­lo­di­en für Mil­lio­nen auf­war­tet, aber gleich­zei­tig er­wach­sen klingt. Wer in­tel­li­gen­ten deut­schen In­die-Pop mit Charts-Ap­peal hö­ren möch­te, soll­te Ton­band­ge­rät lau­fen las­sen.

In den elf Jah­ren ih­res Be­ste­hens und nach ei­ner Viel­zahl an Kon­zer­ten ist Ton­band­ge­rät auch zu ei­ner ex­zel­len­ten Li­ve-Band ge­wor­den. Und wenn sie wol­len, kön­nen sie am Mitt­woch, 17. Ok­to­ber, auch rich­tig Lärm ma­chen. Aber das har­te Ro­cken über­las­sen die Ham­bur­ger an­de­ren. Ih­re Mu­sik zielt nicht auf den Bauch, son­dern auf Herz und Hirn.

Ton­band­ge­rät, Ro­sen­hof, Os­na­brück, Mi., 17. 10., 20 Uhr, Ein­tritt: 27 Eu­ro, Kar­ten er­hält­lich un­ter www.de­in­ti­cket.de.

Fo­to: Den­nis Dirk­sen

spielt die Band Ton­band­ge­rät am Mitt­woch in Os­na­brück.

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