In­ves­to­ren schät­zen so­li­de Fi­nan­zie­rung

Neue Osnabrucker Zeitung - Georgsmarienhutte, Bad Iburg, Hilter - - NORDWEST - Von Bri­git­te Schol­tes ak­tu­el­les@noz.de

Auch wenn sich der Vor­stand von Knor­rB­rem­se ges­tern vor dem Gang aufs Par­kett zu­ver­sicht­lich gab – ein we­nig Bauch­weh dürf­ten die Ma­na­ger schon ge­habt ha­ben. Noch vor den Tur­bu­len­zen an der Bör­se in die­ser Wo­che wa­ren die Or­der­bü­cher früh­zei­tig ge­schlos­sen wor­den. Der Preis wä­re zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt wahr­schein­lich tie­fer an­ge­setzt wor­den.

Da hat zu­min­dest die Fa­mi­lie Thie­le als bis­he­ri­ger Ei- gen­tü­mer Glück ge­habt, die den Er­lös voll­stän­dig ver­ein­nahmt. Den­noch: Wenn ei­ne Ak­tie am ers­ten Tag un­ter dem Emis­si­ons­preis ge­han­delt wird, deu­tet das dar­auf hin, dass die In­ves­to­ren ein Un­ter­neh­men als nicht so wert­hal­tig an­se­hen. Das hat­te am Di­ens­tag der In­ter­das net-Mö­bel­händ­ler West­wing schmerz­lich zu spü­ren be­kom­men.

Dass der Bör­sen­gang als ge­lun­gen gel­ten darf, ist aber auch dem Kon­zern an sich ge­schul­det. Denn Knor­rB­rem­se ist ein tra­di­tio­nel­les Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men, das Pro­duk­te mit dem Qua­li­täts­sie­gel „Ma­de in Ger­ma­ny“her­stellt. Nicht um­sonst sind die Mün­che­ner Welt­markt­füh­rer.

Es als „old eco­no­my“zu be­zeich­nen wä­re wahr­schein­lich nicht rich­tig, denn Un­ter­neh­men stellt hoch­tech­no­lo­gi­sche Pro­duk­te her, die die Di­gi­ta­li­sie­rung von Zü­gen und Last­wa­gen vor­an­trei­ben. Au­to­nom fah­ren­de Brum­mis – das ist ei­nes der Zie­le, die Knor­rB­rem­se an­strebt. Das Un­ter­neh­men hat zu­dem den Vor­teil ge­gen­über In­ter­net-Star­tups, dass es sehr so­li­de fi­nan­ziert ist. Sol­che Fir­men wis­sen In­ves­to­ren in so un­ru­hi­gen Bör­sen­zei­ten zu schät­zen.

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