Last mit Nach­barn

Neue Osnabrucker Zeitung - Hagen, Hasbergen - - EINBLICKE - Von Nor­bert Mey­er

Mit der Me­tro­tram M5 bis Gens­ler­stra­ße oder mit der M6 bis Frei­en­wal­der Stra­ße, dann noch ein paar Mi­nu­ten zu Fuß: So kom­men vie­le Be­su­cher aus Berlin-Mit­te ins öst­lich ge­le­ge­ne Ho­hen­schön­hau­sen, wo die DDR-Staats­si­cher­heit zwi­schen 1951 und 1989 mehr als 11 000 Un­ter­su­chungs­ge­fan­ge­ne in­haf­tiert hat­te. Seit über 20 Jah­ren füh­ren ehe­ma­li­ge Ge­fan­ge­ne wie Tho­mas Rauf­ei­sen (54) Be­su­cher durch die Ge­denk­stät­te.

Für die letz­ten paar Hun­dert Me­ter hier­her soll­te man ei­nen neue­ren Stadt­plan bei sich ha­ben, rät Rauf­ei­sen. Auf al­ten DDRPlä­nen ist die gan­ze Ge­gend um den um­mau­er­ten Ge­fäng­nis­kom­plex ei­ne gro­ße graue Flä­che. Und bis heu­te wird man­cher Tou­rist, der nach dem Weg zur Ge­denk­stät­te fragt, von An­woh­nern in die Ir­re ge­lei­tet. Von den ehe­mals Hun­der­ten Sta­siMit­ar­bei­tern woh­nen noch im­mer vie­le in der Nach­bar­schaft.

Den­noch ha­ben in die­sem Jahr fast 455 000 Gäs­te den Weg in das Sta­si-Ge­fäng­nis ge­fun­den, rund 11 000 mehr als 2015 und so vie­le wie noch nie in ei­nem Jahr. Seit Grün­dung der Ge­denk­stät­te 1994 sind es ins­ge­samt 4,4 Mil­lio­nen – für Rauf­ei­sen und sei­ne Kol­le­gen Ansporn und An­er­ken­nung.

in der Sta­siop­fer-Ge­denk­stät­te in Ho­hen­schön­hau­sen.

Be­su­cher

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