Re­bel­len und IS-Ter­ro­ris­ten dre­hen den Men­schen in Sy­ri­en das Was­ser ab

Damaskus: Lei­tun­gen zer­stört und ver­un­rei­nigt – St­ein­mei­er for­dert Ein­bin­dung an­de­rer Re­gio­nal­mäch­te in Frie­den­pro­zess

Neue Osnabrucker Zeitung - Hagen, Hasbergen - - POLITIK -

DAMASKUS. Im Bür­ger­krieg in Sy­ri­en star­ben be­reits Hun­dert­tau­sen­de Men­schen, Mil­lio­nen Men­schen sind auf der Flucht. Jetzt könn­te noch ei­ne Was­ser­kri­se die La­ge für die Men­schen ver­schär­fen.

Die Re­gie­rung in Damaskus wirft den Auf­stän­di­schen vor, vor­sätz­lich Was­ser­lei­tun­gen zer­stört und Was­ser ver­un­rei­nigt zu ha­ben. Die Ver­ein­ten Na­tio­nen zeig­ten sich in ei­ner Stel­lung­nah­me alar­miert, dass bis zu vier Mil­lio­nen Men­schen in und um Damaskus seit Ta­gen von der Was­ser­ver­sor­gung ab­ge­schnit­ten sei­en.

Auch in der nörd­li­chen Me­tro­po­le Alep­po sol­len die Men­schen von der Was­ser­ver­sor­gung ab­ge­schnit­ten sein. Die sy­ri­sche staat­li­che Nach­rich­ten­agen­tur Sa­na be­rich­te­te ges­tern, dass IS-Ter­ro­ris­ten die Was­ser­ver­sor­gung am frü­hen Mor­gen un­ter­bro­chen hät­ten. Die Dschi­ha­dis­ten ha­ben im­mer noch die Kon­trol­le über gro­ße Ge­bie­te in Zen­tral­sy­ri­en, in de­nen auch der größ­te Stau­see des Lan­des liegt.

Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Frank-Wal­ter St­ein­mei­er (SPD) be­grüß­te un­ter­des­sen die Waf­fen­ru­he, for­der­te aber auch die Ein­bin­dung an­de­rer Re­gio­nal­mäch­te. Oh­ne ech­te po­li­ti­sche Ver­hand­lun­gen sei es nur ei­ne Fra­ge der Zeit, bis ei­ne Waf­fen­ru­he zer­fal­le, sag­te St­ein­mei­er der „Pas­sau­er Neu­en Pres­se“. Die nun zwi­schen der Tür­kei und Russ­land ver­ein­bar­te Waf­fen­ru­he kön­ne nur hal­ten, „wenn auch an­de­re re­gio­na­le Ak­teu­re wie Iran, Sau­di-Ara­bi­en und Ka­tar ein­ge­bun­den wer­den“. Auch in Nord­sy­ri­en gab es ges­tern wei­ter Luft­an­grif­fe. Die tür­ki­sche und rus­si­sche Luft­waf­fe flo­gen dort nach tür­ki­schen Me­dien­be­rich­ten ver­schie­de­ne Ein­sät­ze um die Stadt Al-Bab. 26 IS-Kämp­fer sei­en ge­tö­tet wor­den, hieß es.

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