„Sa­me pro­ce­du­re as every ye­ar“

Auf­füh­rung von „Din­ner for One“auf der Oe­se­der Eis­bahn

Neue Osnabrucker Zeitung - Hagen, Hasbergen - - RUND UM OSNABRÜCK -

GE­ORGS­MA­RI­EN­HÜT­TE. Zum jähr­li­chen Eis­lau­fen und Eis­stock­schie­ßen ge­hört auf der Eis­bahn in Ge­orgs­ma­ri­en­hüt­te auch der le­gen­dä­re Ein­ak­ter „Din­ner for One“. Li­ve ge­spielt wur­de er von drei Hob­by­schau­spie­lern der Frei­licht­büh­ne Mep­pen.

Bei fros­ti­gen Tem­pe­ra­tu­ren führ­te der Er­zäh­ler (Tho­mas Kem­per) kurz in die Ge­schich­te um Miss So­phies 90. Ge­burts­tag ein. Es folg­te wie in der Fern­seh­fas­sung But­ler Ja­mes (Oli­ver Schul­te), der den Tisch deck­te, an dem Miss So­phie (Frank Tho­le) dann Platz nahm.

Ihr Ge­burts­tag wird Ja­mes im Ver­lauf des Vier-Gang-Me­nüs al­ko­hol­be­dingt schwer zu­set­zen. Wie in je­dem Jahr („li­ke every ye­ar“) trinkt der But­ler stell­ver­tre­tend für vier ima­gi­nä­re, weil längst ver­stor­be­ne Gäs­te auf So­phies Ge­sund­heit und Glück im kom­men­den Le­bens­jahr. Be­kannt ist: Der zu­neh­mend be­rausch­te But­ler sorgt durch sein Lal­len und Tun für vie­le La­cher. Auf Oe­se­des Eis­bahn bril­lier­te Oli­ver Schul­te als Ja­mes. Je­de Be­we­gung des Oli­ver Schul­te (rechts) mim­te But­ler Ja­mes ali­as Ad­mi­ral von Sch­ney­der.

Ori­gi­nals aus der Fern­seh­fas­sung konn­te er mü­he­los ko­pie­ren. Auch die Be­to­nung et­wa der stets wie­der­keh­ren­den Fra­ge „The sa­me pro­ce­du­re as last ye­ar?“hat­te Schul­te ex­akt ein­ge­übt.

„Im Grun­de ha­ben wir nur ei­nen Abend ge­braucht, um das Stück zu spie­len“, sag­te er. Je­den Es­sens­gang ha­be man sich auf Vi­deo an­ge­schaut und an­schlie­ßend ein­stu­diert.

„Be­reits am Abend da­nach spiel­ten wir es un­se­ren Frau­en vor“, so Schul­te. „Bei die­ser Pre­mie­re ha­ben wir tat­säch­lich Al­ko­hol ge­trun­ken und ge­merkt: Das funk­tio­niert nicht so gut.“

Zwei Ab­wei­chun­gen

Din­ner-for-One-Fans wer­den in Oe­se­de zwei Ab­wei­chun­gen vom Ori­gi­nal auf­ge­fal­len sein: Zum ei­nen fehl­te der Satz von Ja­mes „The Ba­zaar is open“(et­wa: „Auf geht’ s!“). Da­für ha­ben die drei Mep­pe­ner in der Sze­ne, in der das Huhn mit Ta­blett über das Ti­ger­fell durch die Luft fliegt, nun ein­ge­baut.

Seit gut zehn Jah­ren füh­ren die drei eng be­freun­de­ten Hob­by­schau­spie­ler den Ein­ak­ter auf. „Wir spie­len ja im­mer nur im Som­mer und woll­ten was für die Win­ter­zeit ha­ben“, er­zähl­te Tho­le ali­as Miss So­phie. Zehn Auf­tritts­ter­mi­ne ha­be man mitt­ler­wei­le zwi­schen den Jah­ren. Ei­nen fes­ten Ter­min in Oe­se­de, die meis­ten al­ler­dings in ih­rer Hei­mat­stadt Mep­pen.

Vom Pu­bli­kum ver­ab­schie­de­ten sich die Schau­spie­ler mit gu­ten Wün­schen für 2017. „Viel­leicht se­hen wir uns im nächs­ten Jahr wie­der, wenn es wie­der heißt: The sa­me pro­ce­du­re as last ye­ar?“, sag­te But­ler Ja­mes. Und das Eis­bahn-Pu­bli­kum in Oe­se­de ant­wor­te­te laut: „The sa­me pro­ce­du­re as every ye­ar!“

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